Krankheiten der ersten Welt

Wer kennt es nicht, schließlich sieht man es ja überall, ob auf Instagram, Facebook, in der Fernsehwerbung oder auf Plakaten: Models oder zumindest die, die es werden wollen. Außerdem fängt es (gerade bei Mädchen) immer früher an, meist schon mit 12, dass in sozialen Netzwerken selbstgemachte „Modelbilder“ veröffentlicht werden. Dies geschieht natürlich in der Hoffnung, so viele Likes und freundliche Kommentare zu erhalten wie möglich. Ob es das durch Medien verursachte erhöhte Geltungsbedürfnis ist oder einfach eine Art moderner Wettstreit zwischen Gleichaltrigen, kann ich nicht sagen.

Das Fatale jedoch ist das was geschieht, wenn nicht die gewünschte Anzahl an Likes erreicht wird. Es kommt zu Selbstzweifeln, Minderwertigkeitsgefühlen und einfach der Suche nach einem Weg das Ganze zu ändern. Zunächst wird oft eine bessere Kamera erworben, ist jedoch das nötige Kleingeld nicht vorhanden, wird einfach der Ausschnitt größer. Schließlich möchte man ja keine Follower verlieren oder enttäuschen und man möchte ja „etwas bieten“-egal um welchen Preis.

Ist auch diese Idee gescheitert oder sind die Ansprüche gewachsen, so geschieht es meist, dass man versucht Models aus den Medien zu kopieren, schließlich sind die ja beliebt und bekannt. Aber anstatt die „perfekte Modelfigur“ durch viel Sport und gesunde Ernährung zu erreichen, wird sich einfach auf ungesunde Art und Weise oder über krasse Diäten runter gehungert. Denn das durch Abercrombie und Hollister unterstützte Ideal ist ja „Size Zero„. Und was bedeutet schon der Charakter, um bei Menschen anzukommen im Vergleich zu DER perfekten Figur – man möchte doch dazugehören.

Was kann man dagegen tun? Meiner Meinung nach fangen die Probleme schon im Elternhaus an und hier kann vieles verhindert werden. Durch eine Erziehung, die ein natürliches Selbstbewusstsein vermittelt, aber auch durch „gesunde“ Hobbies und die richtigen Freunde.

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