Loyalität

Wann hat man schon einmal mehr Zeit einen Blogpost zu verfassen, als wenn man in den Semesterferien erkältet im Bett liegt… Ich lese gerade den zweiten Teil von „Die Bestimmung“ und in dem Buch geht es unterschwellig quasi die ganze Zeit um Loyalität. Loyalität ist laut dieser Definition:

die auf gemeinsamen moralischen Maximen basierende und somit von einem Vernunftinteresse geleitete innere Verbundenheit und deren Ausdruck im Verhalten gegenüber einer Person.

Aber im Allgemeinen stellt sich doch jeder Mensch etwas anderes unter Loyalität vor als nur die Verbundenheit zu einer Person. Ich zum Beispiel verstehe unter Loyalität vor allem Freundschaft, da Loyalität doch eine Eigenschaft eines guten Freundes ist. 2012-05-25 10.45.17Es bedeutet einander Dinge sagen zu können (auch wenn sie peinlich sind), aus dem Vertrauen heraus, dass der jeweils Andere es für sich behalten kann, da er sich kollegial verhält. Für einander einzustehen und sich nicht alleine zu lassen, auch wenn es eventuell gefährlich oder unangenehm werden kann und vor allen Dingen: keine Gegenleistung zu erwarten, weil es nicht notwendig ist.

Loyalität zu erhalten ist aber nicht einfach. Man kann sie nur entweder von Menschen erhalten, die sehr naiv und weltoffen sind oder indem man selbst zuerst (was sehr schwierig ist) ein loyales Verhalten zeigt.

Das klingt ja jetzt schon fast wie eine Doktorarbeit. Zusammengefasst gesagt ist Loyalität ganz einfach eine gesunde Mischung aus Vertrauen, Freundlichkeit, Mut, Stärke und einer gewissen Fähigkeit andere zu unterstützen. Ich glaube, dass dieser Begriff, dieses Verhalten und generell Werte durch Medien und allgemein die heutige Zeit verloren gehen und man bestimmte Traditionen nur für sich selbst aufrecht erhalten kann und hoffe, dass ich Einige ermutigen kann, genau das zu tun.

12 Kommentare zu „Loyalität

Gib deinen ab

  1. **….nur für sich selbst….** ich glaub DAS ist der wichtigste Aspekt…SICH SELBST gegenüber loyal zu bleiben.
    Auf diesem Wege – Gute Besserung!
    ♥Grüße, Gabi

  2. Also ich finde die Definition an sich nicht schlecht, vor allem weil auch die meisten Freundschaften auf diesen „gemeinsamen moralischen Maximen“ aufbauen. Ein bisschen zu vereinfacht ist sie vielleicht. Die Entstehung und die verhaltensbasierten Voraussetzungen von Loyalität werden eher vetnachlässigt. Ob ich der Beobachtung, dass Loyalität durch die heutige Zeit (sprich Medien etc.) ein selteneres Gut ist zustimmen kann weiß ich nicht, ich denke, dass sämtliche menschliche Beziehungen durch digitale Globalisierung einer Veränderung unterzogen sind und Blickwinkel sich verändern, der meist anonyme Zugang zu einem großen Teil der restlichen Menschheit bringt das Schlechteste und das Beste im Menschen zum Vorschein. Aber im echten Leben habe ich eigentlich nicht erlebt, dass Loyalität als Verhalten im Rückzug begriffen ist.

  3. Gut geschrieben. Ich würe zur Loyalität noch die Komponente der Zuverlässigkeit hinzufügen: Auf jemanden, der loyal ist, kann ich mich verlassen. ahinter steckt auch das gegenseitige Vertrauen: wenn ich mit jemandem moralisch übereinstimme, unterstütze ich ihn auch. Ich bin ihm gegenüber loyal, auch wenn ich nicht immer sofort verstehe, was er sich abei gedacht hat, oder es mir sonstwie merküwrdig vorkommt. Gute Besserung!

  4. Liebe Sophie,
    ich gestehe, ich folge Deiner Seite eher zufällig, fand aber ein paar Sachen die Du schreibst gut – zu diesem Beitrag muss ich sagen – Freundschaft erwartet Loyalität, jedoch Loyalität nicht unbedingt Freundschaft. Ansonsten bin ich beim Thema Freundschaft ganz bei Dir – loyal sollte man aber nicht nur gegenüber Freunden sein und loyal kann man auch aus den verschiedensten Gründen sein und ist sicher nicht nur Beziehungsthema
    Auch von mir gute Besserung!
    Liebe Grüße Silke

  5. Schöner Beitrag.

    Ich denke, dass es noch einen weiteren Aspekt gibt. Nämlich gerade dann, wenn man mit etwas nicht einverstanden ist, trotzdem zu der Person, der Gruppe oder dem Team zu stehen. Das ist meiner Meinung nach der problematische Teil daran diesen Begriff in das wirkliche Leben umzusetzen.

    Lieben Gruß und gute Besserung.

  6. Ich denke, Loyalität ist vielschichtig; abhängig Situation und der Beziehung in der sie existiert. Die Loyalität zu einem Freund kann anders sein als zu einem Partner. Und ganz sicher gibt es auch eine Art professioneller Loyalität, die auch einfach nur nach außen hin gezeigt wird, aber deshalb nicht unbedingt in einer tiefen Überzeugung wurzeln muss. Freundschaft muss also gar nicht unbedingt im Spiel sein.
    Loyalität bedeutet für mich, zu jemandem zu stehen. Das kann auch in einer Situation sein, in der jemand unrecht hat oder sogar ein Verbrechen begangen hat.
    Ob Werte wie Loyalität durch „die Medien“ verloren gehen, weiß ich auch nicht. Und wahrscheinlich haben die Menschen auch schon vor 100 Jahren über den Werteverlust der damaligen Gesellschaft nachgedacht. Vielleicht ist es also gar nicht so schlimm, wie es auf den ersten Blick scheint. 😀
    Gute Besserung! 🙂

  7. Hey Sophie, das ist ein interessantes Thema. Ich denke, man kann auch einer Person gegenüber loyal sein, mit der man nicht befreundet ist, sogar, wenn man sie nicht mag, es hat mehr etwas mit Pflichtgefühl zu tun.

  8. Hallo Sophie, um ganz ehrlich zu sein, bin ich gerade das erste mal über deinen Blog gestolpert. Ich bin zwanzig und stark positiv verwirrt, dass es da draußen anscheinend doch noch Menschen in meinem Alter gibt, die Werte haben! Ich liebe meine Oma und meinen Opa, sie haben mir alles beigebracht, was ich weiß. Güte, Loyalität und Dankbarkeit sind in unserer heutigen Gesellschaft doch leider keine Begriffe mehr… dachte ich 🙂 Vielen Dank für deinen Post! Da ich neu hier bin muss ich jetzt nur noch den Follow-Button finden und dann ist alles gut ;).

    Herzlich, Emma

    http://www.emmamartschinke.wordpress.com

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