Passion Bloggen.

Ich habe schon immer diese Menschen bewundert, die mit 15 Jahren in 4 AGs waren und neben der Schule noch 5 weitere Freizeitbeschäftigungen hatten, sich täglich mit ihren Freunden trafen und alles unter einen Hut brachten, weil sie schon wussten, was aus ihrer Zukunft werden soll. Die Menschen die zielstrebig auf eine sichere und bestimmte Zukunft zusteuerten. Bei mir war das nie so. Ich habe selten etwas ausprobiert – ob aus Faulheit oder wegen meiner schüchternen Art. Was ich wusste war, dass ich die Jobs meiner Eltern nicht interessant fand und die Praktika, die ich bis dahin absolviert mich ebenfalls nicht wirklich ansprachen.

So kam ich klischeehaft wie nur möglich zum Studiengang BWL und ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich das machen möchte oder nicht. Die Noten, die ich bisher erhalten habe waren trotz ermüdendem und anstrengendem Lernen „nur“ Durchschnitt und in meinem Kopf wird die Frage immer größer und wichtiger, ob ich nur Durchschnitt bleiben will und ob der Spaß und das Interesse vielleicht erst mit steigendem Wissen kommen.

20150311_173626Was ich ebenfalls weiß ist, dass mir eines das erste Mal riesigen Spaß macht und das ist das Bloggen. Ich habe das erste Mal das Gefühl etwas zu können und es aus Leidenschaft und Interesse zu tun und nicht um gut zu sein. Es geht nicht darum für irgendetwas Punkte zu sammeln oder den Lebenslauf zu verbessern. Ich mache das eben einfach nur so und die Zeit, die ich dafür aufwende nehme ich mir, egal unter welchem Stress, weil es mir wichtig ist. Ihr Blogger da draußen könnt das sicherlich verstehen. Und jetzt frage ich mich, ob ich den Weg den ich eingeschlagen habe nicht doch ändern soll, ob nicht Journalismus das Richtige ist.

Ich werde mit 100%-iger Sicherheit und wenn nichts dazwischen kommt auch das 2. Semester meines jetzigen Studiengangs durchziehen, um einfach etwas zu haben, worauf ich zurückkommen kann, wenn auch das nicht klappt. Aber es ist immer noch mein Leben und ich muss damit zufrieden sein, egal wie viel man Verdient und egal wie erfolgreich ich werde.

47 Kommentare zu „Passion Bloggen.

Gib deinen ab

  1. In meinem Umfeld ist kaum noch jemand in seinem Erstberuf. Und du bist noch soo jung, morgen neunzehn. Du hast noch alles vor dir, na ja, fast alles.
    Ja, bloggen rockt Herz und Seele!

  2. Liebe Sophie,
    DAS ist die richtige Einstellung.
    Das Leben muss Spaß machen. Sonst ist es nicht DEIN LEBEN.
    Keep on blogging. Der Rest wird sich ergeben.
    Und Journalismus ist sicher etwas spannendes.
    Ganz liebe Grüße von
    Froschi und Anudasa 🙂 🙂 ❤ ❤

  3. Hello, ich möchte auf keinen Fall jemanden zu etwas raten. „Das kann ins Auge gehen.“ Hatte mit 17,5J eine Lehre begonnen. 2,5 Jahre. Dann, während der Suche nach dem „Was will ich denn?“, hier und da gejobbt. War zu meiner Zeit noch einfacher. Mit 22J noch eine Ausbildung begonnen. Habe es nicht bereut. Und mit 46J sogar noch eine Ausbildung absolviert. Aufbauend auf die zweite Lehre. Diese hatte mir zu einem guten Job verholfen. Wie du siehst, der Weg kann lang und krumm sein. Auf keinen Fall soll man sein Herz unterdrücken! Es wirkt sich auch alles auf den Körper aus. Alles immer schön im Gleichgewicht und Einklang. Es ist schon von Vorteil, wenn man ein Standbein hat, BWL z.B., darauf kann man immer aufbauen, in alle Richtungen. Das Leben darf auch Spaß bringen. Eifersucht, Neid, Gier etc stören den Lebensfluss ungemein. Ciao und viel Glück auf allen Wegen.

  4. Wovon hast du denn immer getraeumt, als du klein warst? Also was wolltest du werden, wenn du ‚groß und erwachsen‘ bist? Vielleicht findet sich dort eine Richtung 🙂 Und ich wuensche dir viel Erfolg und Gottes Segen dabei, deinen Weg zu finden! 😉

  5. Puh, tut mir leid für den langen Kommentar 😀

    Als ich deinen Post gelesen habe, habe ich mich sehr sehr sehr an mich erinnert gefühlt. Denn ich fand auch alles, was ich gemacht habe (Praktikta etc.) langweilig und auch die Jobs meiner Eltern waren mir ein Graus. Wie du so schön sagst, bin auch ich klischeehaft bei der lieben BWL – genauer gesagt International Management, aber wir brauchen es ja nicht schönreden – gelandet. Auch ich habe mir damals in meinem zweiten Semester Gedanken gemacht, ob es wirklich das Wahre ist – meine Noten nur Durchschnitt und der Spaß blieb oft auf der Strecke. Weil ich aber unbedingt mein Auslandssemester in Südafrika machen wollte, habe ich es dann doch durchgezogen und schwups komme ich schon ins 8. Semester. Jetzt ist es für mich zu spät aufzuhören, aber im Endeffekt lernt man auch in der BWL ein paar nette Sachen fürs Leben und ich glaube auch, dass es mir trotzdem irgendwie hilft. Wie du habe ich zunächst zwar nicht durchs Bloggen, sondern durch einen Literaturwettbewerb meine Leidenschaft zum Schreiben wiederentdeckt – in BWL gibt es ja mehr Zahlen statt Worte. So, damit wollte ich dir also sagen, dass ich genau weiß, was in dir gerade vorgeht. Nun zu deinen Gedanken, die du dir über einen Wechsel in Richtung Journalismus machst. Ich habe im letzten Jahr durch Zufall eine Stellenausschreibung als Redakteurin gesehen (ich war pleite und brauchte das Geld :D) und dachte mir „Wow toll schreiben und so. Da bewerb ich mich doch“ Habe die Stelle auch bekommen und sie immer noch, aber nach einem Jahr, in dem ich nicht nur Beiträge geschrieben, sondern auch viel nebenher gemacht habe, muss ich sagen, dass NUR schreiben nichts für mich wäre. Denn die Realität sieht oft ganz anders aus und es gibt nicht immer nur die Themen, über die man schreiben will wie z.B. bei einem Blog. Damit will ich dir aber nicht davon abraten, sondern dir eher den Rat geben, dir vielleicht eine Möglichkeit zum Praktikum oder eine Nebentätigkeit als Journalistin/Redakteurin zu suchen, damit du ein bisschen praktische Einblicke bekommst, bevor du alles über den Haufen wirfst. Am Ende und das ist das Wichtigste, zählt aber vor allem: MACH DAS, WAS DICH GLÜCKLICH MACHT!

    Ganz liebe Grüße und ich hoffe, dass du für dich die richtige Entscheidung triffst,
    Sarah 🙂

  6. Als jemand, der bereits einmal sein Studienfach und zweimal die Uni gewechselt hat, kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass es weitaus besser ist, bestehende Pläne noch einmal umzuwerfen, statt sich mit etwas zufrieden zu geben, was einen nicht erfüllt.
    Zugegeben, ich war früher auch nie jemand, der sich irgendwo großartig engagiert hat – das kam bei mir erst mit der Zeit. Mittlerweile sieht das aber latent anders aus.
    Anyway. Wir verändern uns alle mit der Zeit, das ist kein Geheimnis – als ich 18 war, hatte ich noch völlig andere Vorstellungen vom Leben als jetzt. Wenn du in zwei oder drei Jahren feststellen solltest, dass du etwas ganz anderes machen willst, ist das völlig ok – wenn man es geschickt anstellt, kann man hervorragend als Student leben und trotzdem ein gutes Einkommen haben.
    Sollte ich noch promovieren, werde ich selbst sicherlich auch nicht vor 30 ausstudiert sein – aber es gibt wahrlich Schlimmeres 🙂

  7. Das lässt sich doch aber auch super verbinden! Versuch als freier Mitarbeiter oder durch Praktika dem Journalismus naher zu kommen und versteh dein bwl Studium als gutes hintergrundwissen für journalistische arbeiten. Aber denke get darüber nach, ob dubes tatsachlich abbrechen willst, denn für ein Volontariat ist ein Studium schon häufig Voraussetzung!

  8. Hey, ich hatte diese Unsicherheit auch, als ich mit meiner Aubsildung begonnen hatte. Ich war eigentlich immer sehr in Naturwissenschaften interessiert und hätte ich festgestellt, dass mir die Ausbildung inhaltlich nicht schmeckt, hätte ich definitiv gewechselt. Bei Entscheidungen bleibt ein Restrisiko immer. Wenn du einfach mal ausprobieren möchtest, wie sich das Journalismus-Studium anfühlt, lass doch mal ein BWL-Date sitzen und setz dich dafür zu den Journalisten rein 😉

  9. Ich bin zwar noch etwas jünger als du aber kann das völlig nachvollziehen dieser Druck der Entscheidung ..welchen Weg möchte ich einschlagen ?soll ich die sichere Variante wählen ? Aber das wichtigste im Leben ist es glücklich zu sein mit dem was man macht und egal wie viel Geld du verdienst wenn du etwas vom Herzen tust in deinem Fall das Schreiben dann tust du das richtige ! 🙂

  10. mit 19. kannst du doch noch neu anfangen. Ich habe mit 21 ein Fach gewechselt und bin damit so glücklich. Ich bin darin voll aufgangen. Und ich bin jetzt im Ref mit 25 (bald 26) eine der jüngeren.

  11. Mir gefallen deine Gedanken sehr. Ein wenig fühle ich mich zurückversetzt. Mir ging es wie dir. Rückblickend kann ich nur eines sagen – alles was du nun tust oder beginnst, bringt dich weiter. Auch die Erkenntnis etwas nicht zu wollen, ist wahnsinnig wertvoll! Geh weiter und hör auf dein Herz. In ruhigen Momenten kommt die Antwort von allein.
    Viele Grüße, Nina

  12. Berufsbiographien, die 40 Jahre im selben Job oder auch nur im gleichen Beruf vorweisen, sind meines Wissens nach arg rückläufig und werden wohl auch weiter abnehmen.
    Die von jungen Menschen inzwischen geforderte Flexibilität scheint oft anstrengend, ermüdend zu sein. Möglich, dass sie auch Chancen bietet.
    Ich stelle fest, dass es Menschen gut tut, wenn sie feststellen, dass sie die Wahl haben, über ihre Schritte zu entscheiden. Wenn sie sich selbst ermächtigen, diese Wahl zu haben.
    Es klingt gut, wie du dich mit dem Thema auseinandersetzt! Schon diese Reflektiertheit ist ein Gewinn für dich, nehme ich an.
    Mehr zum Thema „Die Wahl haben“ auch hier:
    https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2014/08/28/sie-haben-die-wahl/
    Möglich, dass ich diesen Link hier schon einmal gepostet habe… Falls das so ist und es jemand unangenehm auffallen sollte: Sorry for that.

  13. Hallo 🙂
    Ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen, dass es mir genauso ging wie dir es jetzt geht und die sprichst mir wirklich aus der Seele. Mein erstes Semester meines BWL Studiums habe ich wirklich mit ach und krach geschafft. Diese unmotiverenden Leistungen war ist aus der Schulzeit gar nicht gewohnt und die Zweifel kamen. Ich habe an mir selbst und meinen Fähigkeiten gezweifelt. Ich hatte das Gefühl nicht gut genug zu sein in dem was ich studiere und ich habe bemerkt, dass es überhaupt nicht meine Richtung ist. Ich wollte Aufgeben, etwas worüber ich in meiner Schulzeit nicht einmal eine Sekunde lang nachgedacht hätte. Doch jeman hat mir gesagt ich soll strampeln und es durchziehen. Jetzt bin ich im 6. Semester und schreibe nächsten Monat meine Bachelor Thesis und ich bin sehr erleichtert das ich es durchgezogen habe. Diesen Abschluss kann mir jetzt keiner mehr nehmen und ich habe jetzt die Möglichkeit nochmal etwas anderes zu machen oder mich zu spezialisieren. Du wirst während deines Studiums noch andre Bereiche kennenlernen die dir vielleicht viel mehr Spaß machen und die kannst du später ausbauen.

    Es ist nur meine persöliche Erfahrung, ich bewundere aber auch Menschen die den Mut haben nochmal etwas ganz anderes für sich wählen und einen anderen Weg einschlagen.

    Viele Grüße

  14. Den Rat von Sarah finde ich gut. Vielleicht kannst du im journalistischen Praktikum sehen ob es dir liegt.
    Wegen Studium wechseln. Ich bin selber BWLerin und hatte auch kein genaues Ziel vor Augen, was ich machen wollte. Hatte eine Idee, aber so richtig überzeugt war ich auch nicht. Habe 2013 meinen Bachelor abgeschlossen und dieses Jahr wirklich den entscheidenden Schritt gemacht in meine Zukunft. War übrigens eine Schiene, gegen die ich mich entschieden habe. Habe es auch nur über Umwege geschafft. Hätte ich vorher gewusst, wie ich das besser schaffe, hätte ich es gemacht. Hätte sogar noch in Grundstudium gewechselt. Manche Leute brauchen eine Weile bis sie feststellen, was sie berulich machen wollen. Das ist vollkommen ok. Lebensläufe sind nicht zementiert. Sondern so wandlungsfähig wie der Mensch dazu. Vielleicht wäre auch sowas wie Lektorin was für dich? Allgemein Literatur- und Verlagsbranche? P.S.: Interessant, wieviele „staubtrockene Zahlenschieber“ eine kreative Ader haben. 😀

  15. Also was das bloggen angeht, kann ich deine Gedanken sehr gut nachvollziehen – da geht es mir ebenso. Zum Studium kann ich dir eines sagen (und ich habe mittlerweile selbst Personalverantwortung im „richtigen Leben“): Im Grunde ist es egal, was du studierst. Man lernt dir an der Uni, Probleme wissenschaftlich fundiert zu lösen. Ob das eine betriebswirtschaftliche oder naturwissenschaftliche Fragestellung ist, mag auf dem ersten Blick wichtig, später aber nachrangig sein. Auch ist es nicht schlimm, wenn man sich nach einem „Fehlgriff“ einmal umentscheidet und das Fach wechselt – das zeugt von der Eigenschaft, einen Fehlgriff auch eingestehen zu können und Konsequenzen zu ziehen. Das sollte man aber nicht überstrapazieren. Wenn ich dir also einen Rat geben kann: BWL fertig studieren und nebenbei im Journalismus reinriechen – vielleicht sind deine Vorstellungen da auch positives, als es in Wirklichkeit dann ist. Zeit verlieren wirst du dadurch nicht und sind wir mal ehrlich, bei einem BWL Studium bleibt dir ja nebenbei noch genug Zeit für die schönen Dinge des Lebens (z.B. Bloggen 😀 )
    LG, Jens

  16. Die meisten Menschen müssen erst lernen, das zu tun was ihnen Spaß macht und nicht das, was ihnen vermeintliche Ideale vorgeben. Du kannst noch so viel verdienen oder noch so erfolgreich im Beruf sein. Es wird Dir nichts bringen, wenn Du es nicht mit Freude tust. Bloggen ist ein tolles Hobby – und es kann mehr daraus entstehen! Kopf hoch – weiter so.

  17. Wenn dir das Bloggen Spaß macht (was ich total verstehe), dann mach es auf jeden Fall weiter. Und was dein Studium betrifft: probier dich aus! Gibt es an deiner Uni Studienfächer, die mehr mit Worten zu tun haben (Journalismus, Literaturwissenschaft etc.)? Dann beleg doch mal einen Kurs und guck, ob das, was du dir drunter vorstellst, das ist, was dort gelehrt wird. Aber so wie es sich anhört, ist BWL nicht wirklich dein Traumfach, also solltest du gucken, was dich mehr interessiert. Das Leben ist zu kurz um es nach den Vorstellungen anderer zu leben. ICh hab Kunstgeschichte studiert und arbeite freiberuflich, das ist nicht immer leicht und viele meinen sie müssten einen bekehren, dass das doch kein guter/richtiger Job ist und man was anderes machen soll. Pfeiff auf die Miesepeter und mach was dir gefällt! Es ist dein Leben!
    Mir helfen in solchen Situationen immer ganz gut Listen. Ich setz mich hin und schreibe alles auf was ich gern mache oder erreichen will und gucke dann wie ich es erreichen kann. In vielen Fällen gibt es VHS-Kurse zum Reinschnuppern in einen Bereich oder ein Fernstudium, wenn man dann weiß, was man machen will und es das nicht an einer „normalen“ Uni gibt.
    Setz dich nicht unter Druck, du bist noch jung und kannst alles erreichen, was du machen willst. Ich denke es ist völlig normal, dass man immer mal wieder eine neue Richtung einschlägt oder etwas Neues ausprobiert. Vertrau auf dich, du wirst schon das richtige für dich finden!

    Und jetzt feier erstmal ganz kräftig deinen Geburtstag! Alles Liebe und ich hoffe, dass alle deine Wünsche in Erfüllung gehen!

  18. Man sollte immer das machen, was einem liegt und woran man Spaß hat. Nur du allein erkennst was dir liegt. Und wenn es das schreiben ist, dann wäre die Empfehlung dieses ersteinmal in der Freizeit weiter zu machen. Du sagst selber du ziehst es ersteinmal durch damit du was in Händen hast. Das ist der richtige weg! Du machst es richtig

  19. Hallo! Ich muss allen Vorrednern recht geben, dass ein Lebensweg auch krumm sein kann. bzw. darf. Ich habe mal mit BWL begonnen(in etwa aus den gleichen Gründen, wie Du) und bin über Umwege zu meiner jetzigen Tätigkeit gekommen, die in einem ganz anderen Bereich stattfindet(über Kenntnisse in Buchführung bin ich aber dennoch immer wieder froh). Ich bin zufrieden mit dem, was ich gerade tue, sehe mich aber noch nicht am Ende und schaue mal, was die Zukunft noch an Entwicklungen mit sich bringt. Bezüglich deiner Passion fürs Bloggen: das kann für Journalismus sprechen, muss aber nicht. Versuch mal zu analysieren, was dir am Bloggen genau freude bereitet, vor allem im Vergleich zu etwas anderem. Manchmal ist das, was einem eigentlich liegt nicht das, was einem auf den ersten Blick in den Sinn kommt.

  20. Hey, weil es noch niemand genannt hat, werde ich mal noch Kommunikationswissenschaften in den Raum. Hat afaik einen kleinen BWL-Anteil (du könntest dir also vermutlich bestandene Fächer anrechnen lassen), beschäftigt sich aber auch viel mit non-schriftlicher Kommunikation…

    PS: Wechseln ist grnds. nicht verkehrt, würde ich aber nur machen, wenn du entweder 100% überzeugt bist, das was du jetzt tust taugt dir gar nicht, oder dir sicher(!) bist, dass das, wohin du wechselst dich merkbar glücklicher macht.

  21. Bei allem was man macht sollte man sich nur eine Frage stellen. Würde ich es morgen wieder tun Wenn ja dann ist die Entscheidung einfach. Anderes Thema hast du dein Blogdesign ein wenig optimiert? Ich finde es jetzt ein wenige aufgreräumter und stimmiger.
    Ciao Ein Poesiealbum

  22. Hej Sophie,

    auch mit einem BWL-Abschluss kannst Du Journalistin werden. Mach während des Studium Redaktionspraktika, dann bist Du fit für ein Volontariat nach Deinem Studium. Vielleicht hast Du dann sogar Lust, mit Schwerpunkt Wirtschaft zu schreiben?

  23. Oh ja, das ist so wahr…natürlich bist du die Einzige, die mit der Entscheidung ein Leben lang leben können muss. Alle anderen, die dich dann vielleicht kurzzeitig für verrückt erklären, weil du die Meinung änderst, werden es spätestens dann vergessen, wenn sie sehen, dass du mit der Entscheidung glücklich bist. Das war bei mir genausso: meine Eltern waren zwar kurz enttäuscht, dass ich doch nicht Psychologie machen wollte, aber jetzt bin ich so glücklich mit dem, was ich tue und fühle mich wohl, dass sie einsehen mussten, dass es die richtige Entscheidung war (abgesehen davon unterstützen sie mich eh immer). Und auf einmal kommt die Zielstrebigkeit und das nicht mehr Durchschnitt sein und das Zeit über haben obwohl man 1000 Dinge unter einen Hut bringen muss von ganz allein 🙂

  24. hab jetzt keine kommentare gelesen, aber irgendwie kommt mir das bekannt vor, was du schreibst, und ich kann nur sagen, hör auf dein herz, auf deinen bauch, auf dein gefühl. sagt es dir, hey, mach mal weiter, dann nur zu. sagt es aber im grunde: das ist nix für mich, dann … tja, überlege, was etwas anders für dich sein könnte. journalismus vielleicht? versuchs! du bist noch so jung und hast alle möglichkeiten. ich hab mich damals nicht getraut, und ich bereue es. aber dennoch, auch ich bin meinen weg gegangen, und jeder, auch du, wird seinen weg immer wieder finden!
    in diesem sinne herzliche grüße
    diana

  25. Hallo,
    es geht doch auch nicht darum, mit 18 schon zu wissen, was man die nächsten 45 Jahre arbeiten möchte. Der Markt verändert sich doch auch. Ich bin dafür das zu machen, was einem Spaß macht und da hast du mit dem Bloggen doch schon einen großen Schritt gemacht 🙂
    Wenn dir das so sehr Spaß macht und du das Schreiben für dich entdeckt hast, würde ich allerdings von Journalismus abraten. Lies mal das Buch „gekaufte Journalisten“ von Udo Ulfkotte. Als Journalist bist du nur eine Marionette und musst über das Schreiben, was dir aufgetragen wird. Und das muss kompatibel sein mit der politischen Richtung der Zeitung etc.Vielleicht wäre Literarisches Schreiben eher etwas für dich, denn da kannst du dich so kreativ ausleben wie in deinem Bog auch.
    Liebe Grüße
    Kietzemaze

  26. Liebe Sophie,

    weder ich selbst, noch meine Kinder wussten bis Anfang zwanzig, was wir beruflich machen wollten. Ich wollte damals nur auf gar keinen Fall studieren. Die dreizehn Jahre Schule waren im wesentlichen der Horror bis auf einige Fächer und die Freunde und guten Lehrer. Ich wollte Kunst machen oder unbedingt ein Handwerk lernen: Schneider, Gärtner, Schreiner, Floristin. Die einen lehnten mich ab, weil ich eine Frau war, die anderen, weil man über 20 nicht mehr formbar ist 😉 die andere weil ich den Männern, die ihre Familien ernähren müssen, die Ausbildungsplätze wegnehme. Im Übrigen habe ich meine Familie dann doch wesentlich alleine ernährt. Das Thema Ausbildung hatte sich dann erst mal erledigt, weil mein Sohn zur Welt kam. In der Zeit habe ich alles gelernt, was mit Wolle und Wollverarbeitung zu tun hatte. Vom Schaf, über’s Spinnen zum Stricken und Weben. Dann kam mein Großer in den Kindergarten, ich bekam meine Ausbildungsversicherung ausgezahlt. Davon habe ich mir eine Töpferwerkstatt eingerichtet und alles gelernt, was mit Ton, Drehen, Glasuren und Keramikbrennen zusammenhing. Die externe Gesellenprüfung durfte ich nicht ablegen, weil ich verheiratet und versorgt und damit kein Härtefall war. Zwei Jahre später war ich dann nicht mehr verheiratet, aber ohne Abschluss. Mit meinem zweiten Mann habe ich einen kleinen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb aufgebaut. Habe Buchsbäume gezüchtet für barocke Bauerngärten, riesige Selbstversorger-Gärten bearbeitet mit vielen seltenen Kräutern und Gemüsen und habe die Imkerei betrieben und Töpferkurse gehalten und an Märkten und Ausstellungen teilgenommen.
    Als mich mein Mann mit allen Schulden auf dem Hof sitzen ließ, war ich auf dem Arbeitsamt als Ungelernte gelistet. Dann habe ich mich mit Putzstellen und VHS- Seminaren durchgeschlagen und habe mit 36 Jahren noch mal ein Studium begonnen, damit mir endlich niemand mehr sagen konnte, „Wo ist denn der Zettel, der mir zeigt, dass Sie das können“. Dann hatte ich endlich einen ordentlichen Studienabschluss mit hervorragendem Abschluss. Nebenbei – man ist ja nicht mehr formbar und kann nicht mehr lernen…Und was ist dann passiert? Ich habe meine Selbstständigkeit wieder angefangen aufzubauen in Verbindung mit einer Teilzeitarbeit, die ich über eine Studienkollegin in einem Medienunternehmen bekommen habe. Ich bin im Einkauf gelandet, Bau, Technik, Fernsehtechnik. Gar nicht wenig erfolgreich übrigens. Damals dachte ich noch vielleicht irgendwann in den journalistischen Bereich wechseln zu können oder in die Aus und Fortbildung, die meiner Ausbildung eher gerecht würden. Betriebe haben ihre sehr eigenen Regeln, vor allem auch die ungeschriebenen, für die man viele Jahre braucht sie zu verstehen. Ich arbeitete als freie Mitarbeiterin in einer Forschungsstelle, hielt Seminare an VHS und Uni machte meine Ausstellungen und baute mit Freunden und Kollegen wissenschaftliche Reihen auf in einem Verlag. Als ich mich von meinem angestellten Status ganz verabschieden wollte, wurde mein Vater krank und starb und ich wollte meine Mutter nicht alleine lassen, weil wir nicht wussten, wie es mit der Rente und dem Haus aussehen würde. Zu dem Zeitpunkt wurde mir eine volle Stelle angeboten, die ich dann annahm.Bis vor einigen Jahren habe ich immer noch nebenberuflich meine kreativen Arbeiten realisieren können, bis ich dann fünf Jahre lang in sehr großen anstrengenden Projekten war, so dass ich dafür keine Kraft mehr hatte.
    Seit zwei Jahren bin ich wieder auf dem Rückweg in die Kreativität und ein konkretes Ergebnis davon ist meine Website und mein Blog. Ich schreibe wieder, auch wissenschaftlich, ich arbeite wieder mit meiner alten Künstlergruppe und werde 2016 wieder ausstellen.

    Warum ich das alles schreibe? Weil es natürlich stimmt, dass es gewisse vorgeschriebene Wege gibt, die auch besonders für die Unternehmen von Vorteil sind. Und es stimmt natürlich auch, dass ab einem bestimmten Alter normalerweise Türen geschlossen sind. Mann wird keine Balletttänzerin mehr mit 40, aber es gibt andere Formen von Tanz, mit denen man diese Bereiche leben kann. Aber… Es gibt immer auch andere Wege. Aber dazu muss man auch bereit sein, die Augen öffnen und auch daran glauben, dass sich die richtigen Dinge finden, wir den richtigen Menschen begegnen und entscheidenden Bücher zu uns kommen. Dazu müssen wir aber in Bewegung sein unseren Lebensweg aktiv gehen. Manchmal liegt nach der nächsten Wegbiegung ein weites Tal vor uns und wir erkennen unser Ziel in der Ferne oder stehen schon direkt davor.

    Nutze die Informationsveranstaltungen der Unis und Hochschulen, die innovativen Messen, gehe einfach einen Schritt nach dem anderen mit einem stetigen Ohr nach innen. Ich habe den Eindruck, Du hast schon ein gutes Wegs gelaufen

    Ich drück Dir die Daumen. Das Leben kann sehr schön sein
    Alles Gute
    Astrid

  27. Ich finde es auch sehr wichtig, dass man Spaß hat an seiner Arbeit.
    Ich habe nach der Schule nach Ausbildungsplätzen im Bürobereich gesucht. Irgendwie war es etwas, dass man kannte und viele machen wollten/gemacht haben. Ich habe mich dann bei sämtlichen Firmen, Banken, Anwälten beworben. Da ich aber immer ein eher ruhiger schüchterner Mensch gewesen bin und dazu durch ein Jahr Gymnasium, nach einem recht guten Realschulabschluss, nicht mehr die besten Noten in meinem letzten Zeugnis hatte, habe ich da auch kein Erfolg gehabt. Um nicht ein Jahr zu Hause zu sitzen habe ich auf einen Vorschlag von meinem Berufsberater gehört und so eine Art Maßnahme neun Monate lang gemacht. Ein Tag „Schule“, vier Tage Praktikum. Und so entschied ich mich, diese Zeit zu nutzen, um Berufe kennen zu lernen, die ich bis dahin noch nicht so wirklich kannte. Bei dem zweiten Beruf bin ich dann stehengeblieben. Und habe die restliche Zeit in unterschiedlichen Apotheken Praktika gemacht. Und im Anschluss die Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin. Ich liebe meinen Beruf immer noch und bin sehr froh darüber, dass es damals so gelaufen ist. Hier habe ich die Abwechslung und vieles andere, was mir bei einem Bürojob gefehlt hätte.
    Ich hatte auch während ich noch zur Schule ging nicht so wirklich gewusst, was ich im Anschluss machen möchte. Deshalb bin ich nach der Realschule erstmal zum Gymnasium gegangen. Und was Schüchternheit angeht, verändert man sich mit der Zeit, meistens. Vor allem in der Schwangerschaft und nach der Geburt meines Sohnes, habe ich mich sehr verändert. Man wird mit der Zeit um einiges sicherer und selbstbewusster.
    Liebe Grüße
    Galina

  28. Reblogged this on ilovethecolorblue and commented:
    Hey Sophieleben
    ich hab gesehen, dass du einen meiner ersten blogs heute gut fandest. Hab mich mal ein bisschen bei dir umgeschaut. Was du so schreibst…wie du schreibst. Der Blog gefällt mir richtig gut. Was hindert dich daran, das Studium zu Jornalismus zu switchen?
    Vielleicht lesen wir uns noch mal. Bis dahin alles Gute und keep on 🙂

  29. Hallo Sophie! Danke, dass du deinen Blog meinem vorgestellt hast.^^ Würde gerne ein wenig mit dir quatschen, dir auch ein paar Fragen stellen. Schreib mir an someonessuicide69@gmail.com zurück, wenn du magst. Super Blog! Und vergiss BWL^^ Dein Denkstil passt irgendwie nicht dazu, bleib bei uns Freidenkern. 😀

  30. Erst einmal: Wärst du an Blogroll interessiert? Dann: Überlegst du deinen Studiengang abzubrechen und was anderes zu machen, wenn ja, was wäre das? Machst du irgendwo Werbung für deinen Blog?

    1. Ja , Ja – steht aber noch nicht fest, wahrscheinlich gehe ich in die Medienrichtung, mache jetzt einige Praktika und nein mache ich nicht nur auf meinem Twitter Account

      1. Ok, cool, wenn du Lust auf Blogroll hast. Habe dich jetzt bei mir auf der Seite verlinkt. Ok, Medien, klingt doch gut, was genau? / Ich habe selber Germanistik studiert und mache jetzt einen Master im kreativen Schreiben. Vorher habe ich es mal mit Psychologie versucht, aber das wars irgendwie nicht. Vielleicht hast du ja Lust, mal einen gemeinsamen Beitrag zu schreiben. LG

      2. Wenn ich es hinbekomme, verlinke ich dich auch.. Wahrscheinlich Mediengestaltung- die Praktika werden es zeigen. Bei dir sind es ja mit Psychologie und Germanistik auch komplett unterschiedliche Richtungen oder? Hast du eine Idee für einen gemeinsamen Beitrag?

      3. Bei Widgets findest du Abonnierte Blogs, die müsstest du nur in irgendeinen Footer einsetzen.

        Mediengestaltung, wo machst du diese Praktika, in Köln? Germanistik und Psychologie, naja, also du kannst jeweils das eine für das andere verwenden, aber berufstechnisch muss man sich natürlich für eine Richtung komplett entscheiden. Und das ist bei mir ganz klar… 😉

        Wenn du Lust hast, kannst du mich bei Facebook hinzufügen, such nach Michael Wochentag.

        Ich verfolge deine Beiträge jetzt seit einer Woche und ich finde diese thematisch vielversprechend, du könntest sie ruhiger länger verfassen, egal ob die Leute dann nörgeln oder so. Hm…Ich gebe mal drei Dinge vor, such dir eins davon aus: Heutige Literatur, Bahn fahren und …ähm…Intelligenz. Ich habe mir gerade eine Stoppuhr dafür gestellt. Vielleicht fallen dir auch bessere Themen ein, keine Ahnung. LG 🙂

      4. Hast du zufällig Twitter? Was meinst du mit Bahn fahren genau? Hätte noch das Thema Qualitätsminderung durch Wegwerfgesellschaft oder Ehrlichkeit in Freundschaften.

  31. Hellow! Ich habe mir jetzt nicht alle Kommentare durch gelesen, aber ich wollte nur sagen: wenn du Journalismus machen willst, dann studiere auf keinen Fall Journalismus. Besser du konzentrierst dich auf bestimmte Fächer (die dir dann auch Spaß machen) um in bestimmten Bereichen fundiertes Wissen zu haben 🙂

    So ist BWL mit Verbindung eines anderen Faches (Fotografie? Medien?) eine gute Kombo für später. Keep on going !

  32. Guten Abend, meiner Meinung nach kannst du wirklich sehr harmonisch schreiben und triffst eine gut lesbare und interesseerweckende Wortwahl – Journalismus passt zu dir!

    Das Leben ist zu kurz um vielleicht zu sagen :p

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