Alle gegen einen, alle gegen Blutkrebs! #MauleMittwoch 2

Wenn ich eine Sache nennen müsste, die mich aufregt, dann ist es die Tatsache, dass sich viel zu wenige Menschen sozial zu engagieren scheinen. Ob in Vereinen die Verantwortung in einer leitenden Position zu übernehmen, in Organisationen Hilflose zu unterstützen oder sich in Gewerkschaften für die eigenen Rechte und Interessen einzusetzen. Wer hat schon die Energie nach der Arbeitszeit weiter zu „arbeiten“? Dabei ist es so einfach etwas soziales zu tun, möglicherweise Leben zu retten oder es zumindest zu versuchen.

Ich habe heute eine E-Mail der Deutschen Knochenmarkspenderdatei erhalten, die daran erinnert, dass am 28.Mai World Blood Cancer Day ist. An diesem Tag geht es darum, ein möglichst großes Bewusstsein für das Problem Blutkrebs zu erwecken, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass alle 16 Minuten ein Patient die Diagnose Blutkrebs erhält und dazu zu bewegen, Spender zu werden.

Jeder kennt doch den Slogan: „Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein!“ Ob es wirklich so einfach ist habe ich vor einem Jahr ausprobiert und mich bei der DKMS registriert, was keine persönlichen Gründe hatte. Man muss nur die eigene Adresse auf der Website der DKMS angeben und bekommt dann das berühmte Stäbchen zugesandt. Die gesamte Prozedur ist komplett Kostenlos! Natürlich kann man auch Geld spenden, was immer benötigt wird, jedoch wird man in keinster Weise dazu gezwungen oder mit ständigen Spendenaufrufen belästigt. Dann muss man lediglich den Angaben folgen, das Stäbchen an der Mundschleimhaut reiben und das Päckchen wieder zurückschicken.

2015-05-06 14.51.26Es dauert 2 Minuten, es kann Leben RETTEN! Und in Relation zu der Einfachheit dieses Prozesses sind es unglaublich wenige Menschen, die in der Datei registriert sind. Wenn man tatsächlich als Spender in Frage kommt wird man natürlich benachrichtigt und kann immer noch selbst entscheiden, ob man letztlich spenden will. Die Spende erfolgt häufig über einfache Blutspenden, manchmal durch Knochenmarkspenden.

Wer noch nicht registriert ist, den fordere ich mit vollster Überzeugung heraus, sich über diesen Link zu registrieren:

http://www.dkms.de/de/spender-werden

Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht spenden kann, kann durch eine Geldspende ebenfalls einiges bewirken oder mit der Verbreitung von #WBCD für World Blood Cancer Day ebenfalls versuchen ein Bewusstsein der Menschen zu schaffen und andere zu bewegen, sich zu registrieren.

Bitte nehmt euch zumindest die Zeit, euch zu informieren und darüber nachzudenken auch wenn ihr euch nicht registrieren möchtet.

21 Kommentare zu „Alle gegen einen, alle gegen Blutkrebs! #MauleMittwoch 2

Gib deinen ab

  1. Genau dasselbe mit Organspendeausweisen – es dauert eine Minute, das Teil auszufüllen und damit kann man im Fall der Fälle, je nachdem, welche Organe man spenden will, mehrere Menschenleben retten. Leider gibt es viel zu viele, die einfach zu faul sind, das zu machen, obwohl sie mit dem Spenden von Organen an sich kein Problem haben.
    Diese „Mir egal“-Mentalität finde ich echt schlimm, denn wenn ich mir vorstelle, vielleicht irgendwann einmal auf eine solche Spende, egal ob jetzt Knochenmark oder Organe, angewiesen zu sein und nichts bekommen zu können … Oh Gott.
    Also, toller Artikel! 🙂 Themen wie diese verlangen nach viel mehr Aufmerksamkeit.
    Lg innenlebendesreiters

    1. Hallo, ich finde es sehr gut, dass du Leute darauf aufmerksam machst. Weiter so! 🙂

      Da du mein Blog gesehen hast, wo man Geschichten einreichen kann, würde mich sehr freuen, wenn du da mitmachst. Die Aktion ist auch für einen guten Zweck 🙂

  2. Nachdem ich vor 2 Jahren, einen herzzerreißenden Aufruf auf Facebook gelesen habe, haben Mann & ich uns registrieren lassen.
    In der Familie konnte ich leider keinen weiter „überreden“. Das hat mich ehrlich gesagt, etwas wütend gemacht..
    LG Doppelmama

      1. Überreden finde ich dabei auch immer eine schwierige Sache! Ich kann gut verstehen, wenn manche Leute das einfach nicht können, oder wollen. Aber wichtig ist, dass diese Entscheidung von jedem einmal getroffen wird!

        Deswegen großes Lob für diesen Aufruf!:)

  3. Nach meinem 18. Geburtstag habe ich mich auch registriert. Außerdem habe ich einen Organspendeausweis (und meine Familie weiß Bescheid), und ich gehe regelmäßig Blut- und seit neuestem auch Plasma spenden.
    Da ich kein Problem mit Nadeln, Spritzen, Kreislauf, Blut oder sonstwas habe, bin ich dazu perfekt geeignet 😉

    Mehr dazu in einem eigenen Post, den ich unbedingt schon länger schreiben will, aber Uni, lernen etc..irgendwas ist immer 😉

    PS: ich mag deinen Blog sehr, sehr gerne!

  4. Hallo Sophia,
    da sprichst du mal wieder ein wichtiges Thema an – und ich muss leider zugeben, selbst noch nicht dort registriert zu sein. Aber das wird sich nun ändern, Material ist angefordert. Dein Aufruf hat also Erfolg 🙂
    Die gesamte Thematik „Soziales Engagement“ beschäftigt mich auch schon seit einer Weile und ich wollte demnächst auch einen Beitrag zur Organspende veröffentlichen. Vielleicht schaffe ich es am Wochenende, den Entwurf zu vollenden.

  5. Ich finds ebenfalls gut das du darüber schreibst! Ich bin genau deiner Meinung, es ist so einfach und schnell und kaum jemand macht das weil die meisten sich überhaupt nicht dafür interessieren. Ich hab mich gleich nach meinem 18 Geburtstag eintragen lassen und auch den Organspende-Ausweis hab ich. Ich finde das sollten viel viel mehr Menschen machen!

  6. ich finde es super, dass du dadrauf aufmerksam machst! Ich bin 15 und darf von daher noch nicht spenden aber für mich ist es einfach schon immer irgendwie selbstverständlich gewesen, dass ich mir Organspendeausweis und co besorge wenn ich 18 werde. Ich glaube einfach ein großes Problem ist, dass die Leute keine Ahnung haben was sie machen müssen und auch wenn sie wissen es sind heutzutage nur ein paar klicks im internet, schaffen sie sich einfach nicht aufzuraffen. Auch das mit dem Sozialen engagieren ist mir total aufgefallen. Ich war einige Jahre in der SV (Schülervertretung) in meiner schule und wir haben immer zu wenig Leute gehabt. Die anderen aus meiner Klasse und die ich sonst kenne beschweren sich zwar über alles was die Schulleitung und die SV macht, aber einfach mal was zu machen ist dann doch zu viel verlangt. Ich helfe außerdem bei einem Therapieklettern für behinderte Kinder mit und ganz ehrlich: als ich klein war habe ich mir immer gedacht ich würde niemals was mit behinderten machen, einfach weil ich angst vor ihnen hatte, es nicht verstanden habe und (nicht falsch verstehen, ich war ein Kind das einfach gedacht hat was es denken wollte und will hier ehrlich sein) fand sie auch einfach abstoßend und eklig. Ich weiß, dass viele Leute in meinem Alter immernoch so denken, einfach weil sie angst haben mit Menschen zu arbeiten die so anders sind als sie und eigenschaften haben die sie vielleicht abstoßend finden (das gleiche ist es ja auch bei Altenpflege, bei Obdachlosen usw.) oder weil es ihnen einfach scheiß egal ist.

  7. Gutes Thema!
    Ich selbst bin schon seit Jahren registriert und schon der Gedanke daran, dass die Möglichkeit besteht, jemanden zu helfen vermittelt mir ein tolles Gefühl! 🙂

  8. Ich finde es sehr schön, dass Du auf dieses Thema aufmerksam machst. Viel zu wenige Menschen beschäftigen sich ernsthaft damit. Oft erst, wenn sie oder ihr nahes Umfeld betroffen sind. Ich selbst besitze einen Organspendeausweis und bin ebenfalls bei der DKMS registriert. Rücksichtnahme und auch Anteilnahme an der Gesellschaft sind so wichtig.

  9. Ich wäre dafür, dass statt der wöchentlich Werbung, die jeder Lokalzeitung beiliegt, einfach mal ein DKMS Spenderbrief dazugelegt wird.
    Ich glaube, dass der Wille bei vielen tatsächlich existiert, aber eine Registrierung nicht de Priorität besitzt, dass sie sich aufraffen und die Röhrchen anfordern.

    Ein weiterer Grund ist wahrscheinlich die Angst und Unwissenheit über den Ablauf, sowie in besonderem Maße die Panik vor dem eventuellen Eingriff.

    Gut, dass es Leute wie Dich gibt, die immer wieder auf die Thematik aufmerksam machen!

      1. War auch absolut als Ergänzung und in keinster Weise als negative Kritik gemeint, hoffe, du hast es so aufgenommen 🙂
        Ausserdem wäre es auch ohne Verlinkung nicht schwierig auszumachen 😀

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