Frühlingsgefühle? – Nein, danke!

Ist es nicht herrlich,wenn nach einem langen Winter mit glatten Straßen, kaltem Wind, eingefrorenen Fingern, Staus/Zugverspätungen, stundelangem Schneeschieben und elektrischen Haaren endlich ein wenig Wärme durchkommt? IMG_1537Wenn die ersten Blumen blühen, die Sonne länger scheint, die Mücken stechen und die Haut weniger ausgetrocknet zu sein scheint? Wenn man eisgekühlte Getränke zu sich nehmen kann, sich die allgemeine Stimmung der Menschen durch den Ausgleich des ehemaligen Lichtmangels bessert? Wenn die glücklichen Paare nur so aus dem Boden schießen?

Naja.

Denn sobald die Blumen zu blühen beginnen tun genau dies auch die Gräser und diese schießen fröhlich und voll von Elan ihre Pollen in die Luft. Dies sollte für einen „normalen Menschen“ kein Problem darstellen. Bei Pollenallergikern allerdings werden diese vom eigenen Körper als gefährlich wahrgenommen und versucht durch Niesen, tränende Augen und laufende Nase wieder auszuscheiden. Super! Für diese armen Menschen, werden vor IMG_1457allen Dingen die Monate Mai, Juni und Juli zu einer Herausforderung. Denn dann darf man sich wieder im Zimmer einschließen, um eine eventuelle Kortison Spritze bemühen, Medikamente einwerfen, mit Taschentüchern die Nase rot reiben und aussehen wie das Elend in Person.

Meine Allergie (, die natürlich im Vergleich zu anderen Krankheiten nicht so schlimm ist,) gegen Gräserpollen, Roggen, Hausstaub und noch einige andere Dinge, schränkt mich persönlich sehr stark ein. Während andere sich zu Schwimmbadbesuchen, Picknicks und Eis essen in der Sonne verabreden, versuche ich meist mit Cetirizin zumindest den Tag zu überstehen und keinen Asthmaanfall zu bekommen. Wenn die Freunde in der Pause in der Sonne sitzen, bekomme ich das Gefühl, jederzeit zu dehydrieren, aufgrund der Reaktion meines Körpers auf die bösen, bösen Pollen.

Und bevor jemand sagen kann: Dann tu doch was dagegen! Ich habe als Kind bereits 3 Jahre Spritzen zur Desensibilisierung bekommen, die Allergie ist schlicht und einfach noch schlimmer geworden und Asthma kam dazu. Seit 4 Wochen bekomme ich wieder Spritzen und wenn die wieder nicht helfen, dann kommen nur noch Heilpraktiker oder ein Umzug in Frage, ans Meer versteht sich. Falls ihr Tipps habt, abgesehen von Luftreinigern, Mundschutz, Kortison und der Desensibilisierung, dann schreibt diese doch bitte in die Kommentare, um sowohl mir als auch den Lesern weiterzuhelfen, da laut Schätzungen ca. 15 Millionen Menschen jährlich betroffen sind.

Daher: Frühlingsgefühle?- Nein, danke! Den Frühling/Sommer bekommen manche Allergiker nicht einmal richtig mit. Mit laufender, roter Nase und Niesanfällen potentielle Partner kennenlernen?- Nee.

http://www.bankhofer-gesundheitstipps.de/10-tipps-gegen-pollenallergie-heuschnupfen.html

19 Kommentare zu „Frühlingsgefühle? – Nein, danke!

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  1. Also ich hatte das dieses Jahr auch ganz schlimm mit dem Heuschnupfen. Zum Glück ist der bei mir jetzt weg. Ich kann also den Frühling genießen. Aber ich glaube die Taschentuch Hersteller haben ne Menge an mir verdient xD
    Trotzdem mag ich den Frühling am Liebsten!
    xoxo

  2. Ich bekam den Heuschnupfen mit 30, mit 36 war er ein Jahr lang weg, dann kam er leichter wieder. Es ist zum Ausflippen, denn so weiß ich nie, auf was ich mich im jeweiligen Jahr einstellen muss… Aber mir hilft Nasonex sehr gut, mehr als eine Sprühflasche pro Jahr brauche ich selten. Damit kann ich leben.

  3. Mit Heuschnupfen plage ich mich auch schon seit meiner Kindheit rum. Zum Glück reagiere ich nicht auf alle Pollen, sodass es immer wieder ruhigere Phasen gibt. Aber wenn die Allergie zuschlägt, dann ist es wirklich schlimm. In diesem Jahr blieb ich aber zum Glück noch verschont. Ich nehme seit Anfang März vorsorglich täglich Cetirizin + Mometansonfuroat-Nasenpray und es scheint wohl wirklich zu helfen. In den letzten Jahren habe ich immer erst etwas genommen, wenn der Heuschnupfen schon akut war und dann hat auch kaum etwas geholfen. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal beides als „Vorsorge“ genommen und eventuell hat das wirklich etwas genutzt. Aber ich warte lieber mal bis zum Ende des Sommers, ehe ich von einem Erfolg spreche… 🙂

  4. Grundsätzlich hat jedes Mittel, auch die pflanzlichen Mittel, abhängig von der Dosis, von der Person, Gegenanzeigen, Nebenwirkungen, bis hin zu Vergiftungserscheinungen. Deshalb Arzt und Apotheker fragen. Es gibt sonst einige Hausmittelchen bei Asthma, die vielen Linderung bringen. http://suite101.de/article/die-besten-nahrungsmittel-gegen-asthma-und-asthma-anfaelle-a103300
    http://www.netdoktor.at/therapie/allergisches-asthma-behandlung-8536

  5. Da kann ich jetzt wirklich nicht den gefällt mir Button drücken, denn dass du im Frühling leiden musst (ich kenne das von meiner Schwester) gefällt mir natürlich nicht.

  6. Oh, ich kann verstehen, wie du dich fühlst… . Ich habe auch schon fast alles probiert – und von der Desensibilisierung hatte ich sogar einen anaphylaktischen Schock erlitten. Im Moment geht es mit der Allergie und Asthma hatte ich bis jetzt in diesem Frühjahr zum Glück auch noch keines. Vielleicht liegt es am Stillen? Außer jeden Abend duschen und Haare waschen, Brennesseltee trinken und ggf. das Heuschnupfenmittel von DHU nehmen, was ich zur Zeit mache, weil Cetirizin gerade tabu ist, kann ich dir keine weiteren Tipps geben, wünsche dir aber, dass du so gesund wie möglich durch die Heuschnupfenzeit kommst. Alles Gute!

  7. Also mir hat der gang zur Heilpraktikerin sehr geholfen. Ich habe mit den Spritzen zur Desensibilisierung auch nur schlechte Erfahrungen gemacht und rate davon ab. Cortison ist auch nicht unbedingt gut für den Körper.
    Meine Heilpraktikerin hat ein verfahren genutzt, wo ich zuerst glaubte, dass das nie im Leben wirken kann. Aber seitdem reagiere ich nicht mehr so Stark auf die Pollen (bei mir ist besonders Beifuß der Bösewicht) und ich hatte seitdem keinen Asthmaanfall mehr.

  8. Das alles kommt mir so sehr bekannt vor. Sowohl Astma als auch Gräserpollen. Ich weiß natürlich nicht, wie es deinem Asthma geht. Aber bei mir ist es so, dass je weniger ich mit meinem Asthma zu tun habe, desto weniger Probleme habe ich mit den Pollen. Zur Sicherheit nehme ich auch vorbeugend täglich eine Allergietablette. Ich glaube, sie heißen Zyrtec. Bei mir zeigen die wirklich Wirkung 🙂 Eine Sensibliliserung hat bei mir nichts gebracht. Im Gegenteil: sie hat mich vier Wochen auf Kur befördert. Aber vier Wochen Davos im September auf Staatskosten sind auch schön 🙂 Man muss es immer postiv sehen!

  9. Hey, ich bin grade auf deinen Beitrag gestoßen und kann dir evtl weiterhelfen. Grade wenn Spritzen zur Desensibilisierung zu ‚viel‘ für dein Immunsystem sind, dann kannst du Tropfen ausprobieren. die gibst du jeden Tag zur ungefähr gleichen Uhrzeit unter die Zunge. Die genaue Dosis wird auf deine jeweiligen Allergien angepasst und du kannst sie je nach Bedarf steigern oder verringern.
    Meine Großmutter hat ihren Heuschnupfen damit innerhalb von einem halben Jahr fast komplett weg bekommen. Außerdem bist du damit auch deutlich flexibler als mit spritzen, musst nicht ständig in eine Praxis fahren und kannst das ganze auch auf Reisen mitnehmen.
    Das soll wohl besser funktionieren, weil der Aufnahmeweg ähnlich ist wie bei den Allergenen. (Es sei denn du würdest dir in regelmäßigen Abständen Gräserpollen spritzen.)
    Von der Kasse wird das evtl auch übernommen.

    1. Das ist ja cool. Da ist man wirklich deutlich flexibler. Muss man das unter ärztlicher Aufsicht machen? Vielen, vielen Dank für den Tipp. Das ist echt eine Riesen Hilfe!!

      1. Du wirst beim Arzt wahrscheinlich nochmal einen Allergietest machen, vorausgesetzt der den du hast reicht nicht für den spezifischen Anbieter.
        Dann wird dein Profil eingeschickt und du bekommst individuell was angemischt. Das erste mal musst du die beim Arzt nehmen, danach machst du das einfach selbst, entweder morgens (wahrscheinlich wegen hoher cortisonwerte besser) oder abends nehmen. Aber das wird dir alles genauer erklärt, sollte dein Arzt das machen 🙂

      2. Danke 🙂 das ist mega lieb, dass du die die Zeit nimmst zu antworten👌🏼Das spreche ich beim Arzt mal an. Wäre echt eine einfachere Methode

      3. Absolut kein Problem 🙂 Meine Großmutter macht das wie gesagt so und in der praxis in der ich arbeite hat man auch alle Patienten die vorher spritzen hatten darauf umgestellt. Es ist einfach besser zu Handhaben. Es kann sein, dass dein Arzt das nicht anbietet aber das wird momentan immer ’normaler‘. Ist für die praxis selbst nur etwas ungünstig, weil weniger abgerechnet werden kann (1x spritzen kann man bis 3€ + Medikament abrechnen, Rezeptgebühren gibt es nicht im selben Ausmaß) und wird deshalb oft nicht gern gemacht.
        Solltest du noch fragen haben, dann sag gerne Bescheid 🙂

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