Hautcreme für die Seele? Das Rezept zum Glück.

Die Aufgabe jeder guten Hautcreme ist es doch, trockene und rissige Haut zu beheben. Schmerzende Haut zu reparieren und zu heilen, uns zu unterstützen und uns das Leben zu erleichtern. Was wir dabei tun müssen, ist einzig und allein die Gelegenheit zu nutzen, es auszuprobieren. Wer glaubt, dass es jetzt im gesamten Beitrag um Creme geht, der irrt sich allerdings. Die Creme sehe ich eher als ein Sinnbild für das Rezept zum Entspannen, zum Glücklichsein. Wie das zusammenhängt? Es muss doch auch im echten Leben etwas geben, dass uns hilft runterzukommen, quasi die Hautcreme des Lebens.

Jede Hautcreme hat verschiedene Bestandteile (Aqua, Glycerin, Cetyl Alcohol, usw.) , die nicht alle gleich wirksam sind aber in ihrem Zusammenspiel perfekt ihr Ziel erreichen. Genauso muss man doch dann auch Bestandteile, also ein Rezept für das erholsame, glückliche und trotzdem erfolgreiche Leben geben. Schon einmal von Balsam für die Seele gehört?  Man könnte jetzt meinen, dass es das perfekte Rezept nicht gibt, dass das einen komplett befriedigt, das Leben in dem man nur zufrieden ist. Und das stimmt, aber ist es deshalb sinnlos ein sehr gutes Rezept zu kreieren? Zumindest sollte es doch einen Versuch wert sein.

Ein Bestandteil könnte zum Beispiel Akzeptanz sein. Wie heißt es so schön? Um von anderen Menschen gemocht zu werden muss man zunächst sich selbst mögen! Die Aussage kann nicht ganz falsch sein: Wer sich selbst immer schlecht redet, glaubt nichts zu schaffen und schlichtweg immer demotiviert ist, der zieht auch sein Umfeld in eine traurige Phase. Aber nicht nur die Akzeptanz des eigenen Ichs, die wohl erhebliche Bedeutung für die Zufriedenheit hat spielt hierbei eine Rolle, es ist auch wichtig das eigene Umfeld zu akzeptieren. Wer immer nur die Fehler bei anderen Personen sucht und die eigenen Fehler nicht anerkennt, der wird auf lange Sicht ebenfalls Probleme bekommen. Die Charaktereigenschaften der Eltern und engen Freunde kann man sich nicht aussuchen. Menschen haben Fehler – jeder hat sie- aber umso mehr kommen auch die guten Seiten zur Geltung. Und letztendlich macht es doch die gute „Mischung“. Mütter könnten nie verstehen, warum der Sohn sich unbedingt prügeln wollte, können ihn aber mit Worten stärken, Väter zeigen ihnen eher, wie man stärker wird. Mit manchen Freunden kann man über alles reden und braucht keine Angst haben, dass die Informationen in der Öffentlichkeit landen, mit anderen kann man eher Spaß haben.

Eine andere wichtige Zutat des Glücksrezepts ist Dankbarkeit. Wer jeden Tag das Glück in

Gegen dunkle Gedanken anzukämpfen ist nicht immer einfach.
Gegen dunkle Gedanken anzukämpfen ist nicht immer einfach.

kleinen Dingen sucht und sich darauf fokussiert, ist auf lange Sicht glücklicher, als die Menschen, die im Kopf eine lange Liste von Dingen mit sich herumtragen, die schiefgegangen sind. Ein Mensch zu sein, der nur pessimistisch ist, der alle herunterzieht, wie Muffi von den Schlümpfen, dem es gelingt selbst, die beste Laune zu zerstören. Wer dankbar ist, das zu haben, was er hat und nicht nach einer dritten Rolex strebt, der wird sicherlich glücklicher, als die Menschen, die selbst in Reichtum lebend unglücklich wären.

Genauso wichtig ist sicherlich die Zutat, Nein sagen zu können. Von Zeit zu Zeit zu bestimmten Vorhaben und Aufgaben nein zu sagen, bedeutet noch lange nicht, dass ein Mensch nicht hilfsbereit ist. Mit nein sagen ist eher gemeint, sich selbst ein gesundes Maß an Arbeit zuzumuten. Es hat also eher mit Intelligenz zu tun, als mit Egoismus. Wer immer nur versucht, die Aufgaben zu erledigen, die einem auferlegt werden, der vergisst, auch einmal an sich selbst zu denken.

Der Letzte und mit Sicherheit wichtigste Bestandteil ist,  ein sicheres und stabiles soziales Umfeld zu haben. Wie viele Konflikte entstehen im Leben durch Streit, Konflikte, Meinungsverschiedenheiten mit anderen Menschen? So ziemlich alle. Wer sich allerdings die Menschen herauspickt, die einen wirklich aufmuntern, glücklich machen, auch in schlechten Zeiten unterstützen und für einen da sind, der kann die schlimmsten Konflikte vermeiden. Anstatt vielen oberflächlichen Freunden, ausgewählte gute Freunde zu haben, war schon immer eine Sache, die mir persönlich sehr wichtig war. Und Beziehungen, die einem wichtig sind, sollte man pflegen. In guten Freundschaften sollte man auch schon einmal bereit sein, nachzugeben und nicht immer sein eigenes Ding durchzuziehen.

Insgesamt gibt es natürlich noch deutlich mehr Zutaten, die das Rezept verfeinern, und es fallen sicherlich jedem noch ein bis zwei andere Aspekte ein, wobei diese wohl die Hauptbestandteile bilden. Viel Glück beim mischen!

13 Kommentare zu „Hautcreme für die Seele? Das Rezept zum Glück.

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  1. Sehr schöne Gedanken.
    Jetzt müsste man nur noch etwas finden, das dem schnellen Einziehen und Wirken entspricht. Vielleicht eine Art Ritual, das einen relativ schnell wieder in einen glücklicheren Zustand versetzt.
    Danke für den Denkanstoß!

    1. Hi Idgie,
      dieses Ritual gibt es schon. In der Psychologie spricht man vom so genannten „Ankern“. Verbinde eine für dich momentan nicht alltägliche Bewegung (z. B. Daumen und kleinen Finger beider Hände zusammendrücken) mit den Gedanken der Akzeptanz oder Dankbarkeit. Nach einer gewissen Zeit, verspürst du dann jedes mal, wenn du die erwähnte Bewegung ausführst, automatisch die gleichen positiven Gefühle bei der Dankbarkeit oder Akzeptanz. Jedoch ohne Bewusst daran zu denken. Dein Kopf verbindet das einfach automatisch nach einer Weile. Habe ich auch schon öfters für mich genutzt.
      Viele Grüße
      M
      von investmentundfinanzen.wordpress.com

  2. Jeder sollte einen Glückswerkzeugkasten haben. In stressigen Momenten für jeden Sinn etwas. Z. B. Sehen (Wolkenbilder suchen), Riechen (Blumen, Brotteig, Bienenwachs), Hören (Lieblingsmusik, Rauschen des Windes in den Bäumen), Tasten
    (Katze streicheln, mit der Hand durch Hohes Gras gleiten), Schmecken (ein Stück Schokolade im Mund zergehen lassen, blind einen Apfel essen) usw.
    Kleines Glück macht auch glücklich!

  3. Super Text! Kann dir da nur beipflichten! Wir suchen das Glück immer irgendwo ausserhalb dabei haben wir es doch eigentlich in uns…Glück ist, mit sich selbst im Reinen und zufrieden zu sein. Sich selbst als das sehen, was man ist: einmalig. Jeder von uns ist etwas Besonderes weil wir absolut einmalig sind! Natürlich ist das zeitweise nicht einfach, keine Frage.. meine persönliche „Hautcreme“ für die Seele: Musik!

  4. Sehr schöner Beitrag mit tollen Beispielen. Besonders gut gefällt mir, dass du die Fähigkeit, ‚Nein‘ zu sagen, mit einbezogen hast, wo ‚Ja‘ sagen doch sooo viel bequemer ist. Ein ‚Nein‘ an richtiger Stelle kann so gut tun, auch wenn mal jemand vor den Kopf gestoßen wird, manchmal ist es sogar dringend notwendig.
    Auch schön, dass du dich auf ‚Akzeptanz‘ und nicht die vielbeschworene ‚Toleranz‘ bezogen hast, der Unterschied zwischen den beiden ist ja doch sehr groß.
    Eine kleine Ergänzung zur Balsamformel: Achtsamkeit, oft gekoppelt an Dankbarkeit, ist mir eine große Kraft- und Glücksquelle im Alltag. Auch wenn ich noch viel üben muss 🙂

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