Die Smileys‘ unseres Umfelds!

Bei der Taufe eines verwandten Kindes war es unsere Aufgabe dem Taufkind anonym einige Wünsche für die Zukunft auf eine Karte zu schreiben. Abgesehen von den typischen Wünschen, wie Gesundheit, Glück und Liebe, den poetischen kurz zuvor gegoogelten Sprüchen und einigen Witzen, waren auch wirklich schöne Wünsche dabei. Jemand schrieb: „Zufriedenheit, weil man alles haben kann, ob im Privatleben, im Beruf oder im Bereich des Eigentums, wenn man es nicht wertschätzt, ist es wertlos. „

Wenn man über Zufriedenheit nachdenkt, dann hat man immer wieder das Bild im Kopf: Auf der linken Seite ein deutsches Kind, welches von den neuesten Spielsachen umringt ist und weint, weil eines fehlt. Auf der rechten Seite, ein Kind mit dunkler Hautfarbe, zerfetzter Kleidung. Es lacht, weil es mit anderen Kindern und einem zerstörten Fußball spielt.

Teelicht4Ist Zufriedenheit also allein von unserer Einstellung abhängig? Wird man mit einem bestimmten Gedankengut, einer besonderen Einstellung geboren? Stimmt es, dass Zufriedenheit erlernbar ist?

Es scheint zumindest zu stimmen, denn selbst die reichsten Menschen der Welt geben manchmal zu, trotz ihres Geldes, nicht glücklich zu sein. Andere Menschen sind jedoch bereits vollständig zufriedengestellt, wenn sie eine warme Mahlzeit und Kleidung haben oder eine sichere Unterkunft.

Einen großen Einfluss hat sicherlich die Erziehung und das Umfeld, wenn es darum geht, eine positive Einstellung zu haben und zu zeigen. Wenn man von den Eltern eine bestimmte Einstellung vorgelebt bekommt, wird man sicherlich nicht komplett abgeneigt sein, diese zu übernehmen. Kurz gesagt: Wer sich mit positiven Menschen umgibt, der ist selbst auch positiv gestimmt, hat eher gute Laune. Wer kennt nicht diese Menschen, bei denen alles so einfach und unbeschwert aussieht? Jede Bewegung, jede Aufgabe und alle Herausforderungen scheinen wie von alleine erledigt zu werden, alles ist machbar! Natürlich stoßen diese Menschen bei vielen Anderen auf Neid: ‚Ihnen würde alles zufliegen.‘

Aber jemand, der sein Abitur mit einem Numerus Clausus von 1,2 macht, nebenbei arbeitet und einen großen Freundeskreis hat, hat nicht automatisch keine Probleme, auch wenn es manchmal so scheint. Trotzdem scheint bei einigen Menschen alles unglaublich einfach zu sein, sich irgendwie zum positiven zu fügen und beim eigenen Leben nicht.

Hier eine kleine Motivationsliste von Dingen, über die wir uns alle freuen können:

– Wir leben in einem Sozialstaat, in dem wir nicht Hungern müssen und jeden Tag um das Überleben kämpfen müssen

– Die politische Lage in unserem Land ist so stabil, dass wir uns momentan keine Sorgen um einen eigenen Krieg oder politische Kämpfe machen müssen

– Das Durschnittsalter steigt und wir werden so alt, wie nie zuvor

– Wenn wir mit Herzblut dafür kämpfen, können wir fast jeden Beruf erlernen und es herrscht (nahezu) Chancengleichheit

-„Anderssein“ wird immer mehr akzeptiert, was nicht nur eine bedeutende Errungenschaft, sondern auch wahrer Fortschritt ist.

Auf verschiedenen Internetseiten findet man immer wieder die Aussage, dass es wichtig sei, zu glauben, dass man das Leben selbst in der Hand hat und es steuern kann. Und insofern man gesund ist und den Willen hat, kann ich dieser Aussage nur zustimmen.

Wer jetzt noch immer Trübsal blasen möchte, muss sich selbst helfen!

7 Kommentare zu „Die Smileys‘ unseres Umfelds!

Gib deinen ab

  1. Unsere Errungenschaften werden viel zu oft als selbstverständlich hingenommen. Dabei genießen wir viele Privilegien. Darum finde ich deine Auflistung, der Dinge über die wir uns freuen können toll. 🙂

    Sonnige Grüße
    Sven
    http://www.sunnyandwild.de

  2. kann dir nur zustimmen! Wobei noch dazu zu sagen ist: es liegt nicht allein an dem was unsere Eltern uns vorleben sondern auch an uns selbst: wir entwickeln uns ja (hoffentlich) auch im Laufe unseres Lebens, lernen, erkennen, denken um.. insofern ist Zufriedenheit durchaus auch erlernbar, denke ich. Viele lernen es leider aber erst nach einem Schicksalsschlag.

  3. Ich habe kürzlich gelesen, dass es im Bereich „Glücklichsein“ auch einen genetischen Faktor gibt. Wenn man das Glück hat, diesen zu besitzen, tut man sich einfach leichter im Leben. Die Neigung zur Fröhlichkeit wäre somit ein großes Geschenk

  4. Wichtig ist die Zweckbestimmung der „Ausstrahlung“ nach einer bestimmten Richtung hin anzustreben, zum Beispiel: segensreiche Wirkung auf einen geliebten Menschen, dem das Geschenk geschenkt wird.

  5. Meine Gene sind keine Erungenschaft. Gene und Stoffwechsel, stehen real in Zusammenhang. Die Mittel zur Zufriedenheit sind schlicht Nahrung, Getränke, Stoffwechsel, Ausscheidung. Nervenvitamin B1, zum Beispiel in Bierhefe, Nüssen, Hülsenfrüchten, bringt es, u. a.. In Gemeinschaft zubereiten, aufnehmen, sich gemeinsam an frischer Luft bewegen, ist obtimal. Autogenes Training ist auch empfehlenswert.

  6. Ich glaube, dass Zufriedenheit ein Zustand ist, den wir uns antrainieren können. Die Fähigkeit, sich auf sich und sein Sein zu besinnen, ohne bei den anderen zu schauen und sich zu vergleichen.
    Es wird immer jemanden geben,der dies hat und das macht und etwas auslebt, was wir vielleicht auch toll fänden würden. Ich versuche keinen Neid, sondern Freude für diesen Menschen zu empfinden.
    Ich glaube wir ziehen das in unser Leben, worin wir Zeit und Energie investieren. Also bin ich dankbar für das was ich habe. Strebe nach größerem, aber verliere nicht aus den Augen wie glücklich ich mich bereits jetzt schätzen kann.

  7. Dein Beitrag kommt mal wieder zur richtigen Zeit. Als Mensch der eher pessimistisch jahrelang durch das Leben gegangen ist versuche ich seit zwei Jahren gezielt mitr eine positivere Einstellung „anzutrainieren“, was aber gar nicht so einfach ist.

    Erst letztens hatte ich quasi einen „Lauf“ in dem ich wirklich drei Tage hintereinander wirklich positiv gestimmt war, gute Laune hatte und mich einfach rundum wohl gefühlt habe mit mir selbst und meinem Leben. Und dann waren da direkt die Menschen die das als „unnatürlich“ an mir sahen, dass ich mir selber etwas vormachen würde. Wohl gemerkt die Menschen die vorher predigten, ich solle positiver durch das Leben gehen! Es wirkte fast so, als „dürfte“ ich nicht wirklich glücklich sein.

    Mich haben diese Tage jedenfalls ins grübeln gebracht was die Menschen bzw. Energiefresser in meinem Umfeld angeht. Passend, dass genau jetzt ein Beitrag von dir kommt.

    Danke! 🙂

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