Der ultimative Weg, um den Uni-Alltag zu Überleben.

Wer so naiv wie ich mit dem Abitur in der Tasche zur Uni oder Hochschule gelaufen ist und dachte, dass es nur eine andere Art Schule ist, der wurde wahrscheinlich ziemlich schnell eines Besseren belehrt. Der Wechsel an eine Uni kann gerade in den ersten Tagen sehr stressig sein. Diese Phase sollten viele Erstsemester aktuell überstanden haben. Trotzdem stoßen viele Studenten auch später immer auf ähnliche Probleme.

Selbstverständlich ist es schwierig alle Probleme, mit denen man im Studium so konfrontiert wird zu aufzuzählen und zu generalisieren. Jedoch bin ich mir sicher, dass man sich auf diese Liste von Schwierigkeiten einigen kann:

  1. Zu viel Freizeit ( vor allem wenn man sich Vorlesungen selbst verlegen kann )
  2. Zu viele Freiheiten, die zum Nichtstun führen
  3. Zu wenig Geld, um etwas Interessantes zu unternehmen
  4. Sehr theoretische Vorlesungen, die ungewollte Müdigkeit hervorrufen
  5. Geringe Ortskenntnis
  6. Kaum Vorerfahrungen über das Uni-Leben (maximal vom „Hören-Sagen“)
  7. Die Angst vor DEN Klausuren
  8. Ziel: Regelstudienzeit
  9. Konkurrenzdruck ohne dessen Notwendigkeit
  10. Die genaue Auswahl des Uni-Freizeitangebots

Problem 1, 2 und 10 lassen sich relativ gut gemeinsam lösen. Wer sich frühzeitig

Wenn es mal zu viel wird...
Wenn es mal zu viel wird…

vor Beginn des Semesters überlegt, welche Sportarten, Sprachkurse oder Zertifikate er machen möchte, der kann sich an der Uni meist für einen geringen Geldbetrag für diese Kurse einschreiben. Bei Freizeitprogrammen außerhalb der Uni sollte man auch immer versuchen, den Studentenrabatt zu nutzen, solange man es kann.

Wer Bafög erhält, selbst wenn es nur ein ganz kleiner Beitrag ist, sollte sich sehr glücklich schätzen, denn sobald man einige Monate sein Geld mit Brötchenverkauf oder anderen kleinen Jobs verdient hat, kann bestätigen wie schwierig es sein kann einen Job und den Uni- Alltag zu bewältigen. Laut den Aussagen der Dozenten sollte man auch die Semesterferien nicht mit „sinnlosen Reisen“ verbringen oder arbeiten sondern Praktika machen, da man sich ja „irgendwie durchsetzen muss“.

Zu Punkt 6 kann nur gesagt werden, dass es das Ziel eines jeden Studenten sein sollte „ältere“, erfahrenere Studenten kennenzulernen. Dies kann man unter anderem über Gremien wie den AStA oder Fachschaften erreichen und es ist wirklich sinnvoll sich von Anderen erklären zu lassen, wo typische Studententreffpunkte sind, welche Partys gut sind und welche Gerichte man in der Mensa eher meiden sollte, wenn man kein Freund von Bauchschmerzen ist.

Die Klausuren im 1. Semester sind wahrscheinlich bei jedem Studenten aufregend und eine kleine Zerreißprobe. Aber ich kann nur aus Erfahrung sagen: wenn man vorbereitet war, sind die Klausuren meist fair.

Die Sache mit dem Abschluss in Regelstudienzeit hat sich bei einigen bereits im 3. Semester geregelt und selbst einige Dozenten erzählen, dass es ganz sinnvoll ist ein Semester an die schöne Studienzeit anzuhängen.

Wenn man sich im Internet darüber informieren möchte, was die tatsächlichen Probleme eines jeden Studenten sind, dann ließt man häufig davon, dass (je nach Internetseite) ca. jeder 4. oder 5. Student an einer psychischen Erkrankung leidet. 20150924_130909Als Grund wird oft der starke Konkurrenzdruck und die anstrengende Klausurphase angegeben, die wohl dafür verantwortlich sein soll. Tatsächlich lässt sich das in meinen Augen nicht wirklich nachvollziehen, da das Studium sogar eine gute Therapie für solche Erkrankungen darstellen kann. Da man jeden Tag mit neuen Menschen konfrontiert wird, muss man sich häufig aus der eigenen Komfort-Zone bewegen und bekommt nur selten die Chance sich am Ende des Hörsaals zu verstecken. Zudem ist der „Leistungsdruck“ im Studium nicht wie in der Schule ( vorrangig im G8-System ) permanent vorhanden. Man muss 2 Monate im Jahr richtig lernen, um die Klausuren sicher zu bestehen – ob man mehr oder weniger tun möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

Natürlich bekommt man das Studentenleben nicht ohne Herausforderungen geschenkt, aber genießen sollte man es trotzdem!

8 Kommentare zu „Der ultimative Weg, um den Uni-Alltag zu Überleben.

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  1. Liebende Weisheitsverlebendigerin

    Die Idee des „Überlebens“ entspringt der künstlichen Realität des Egos eines Sozialdarwinismus
    Ich bin unakademisch und hatte in Meiner Freizeit über das Studentenwerk länger Arbeit bekommen
    Dann hast Du Deine zu viele Freizeit mit Lebenserfahrung bereichert und das Geld „höhere“
    Freizeitangebote zu erleben in der Tasche
    Wenn Dich Vorlesungen einschläfernd langweilen bist Du kein Opfer
    Bring selbst Leben hinein
    Stell gefährliche Fragen
    Wie: Was sagt dieser Wissenschaftszweig zum Wesen der Liebe
    Wie integriert Er Sie
    Praktisch
    Real
    How In BWL oder was auch immer
    Denn die Verkopfung der materialistischen Naturwissenschaften ist funktional dem Phänomen Leben
    eher fremd zugetan
    Stelle die Frage Was ist Wahrheit
    Denn das Selbstverständnis der Naturwissenschaften, Ihre Recht ! Rechtvertigung ist ja erklärter weise
    die Wahrheitsfindung
    Und dann gib die provokannte These ab, wenn der Prof oder Dozent eiert
    Die höchst Wahrheit
    Ihre Vollendung
    Ist Liebe

    Viel Freude und spannende Kurzweil
    Danke
    Dir Joachim von Herzen

  2. Die Studentenzeit liegt weit hinter mir. Sie war nicht stressig, sie war schön. Ich denke gerne daran zurück. Aber mit Abstand sieht mal vieles anders. 😉
    Gruß Piri

  3. Parallel zu meinem Studium, das mit heutigen Studiengängen sicher nicht verglichen werden kann, habe ich meist gearbeitet, auch wenn die Notwendigkeit hierzu nicht bestand. Gereist bin ich viel in dieser Zeit, was vorher nicht so möglich war. – Freizeitangebote? 😉

    Liebe Grüße,
    Frank

  4. Genau, genieß die Studienzeit. Es ist für viele die schönste Zeit im Leben. Die Freiheiten, die man in der Lebensphase hat, kommen nie wieder. Ach, herrlich… LG Paula

  5. Ich habe andere Erfahrungen gemacht mit dem Studium. Es hängt oft zusammen, ob man sich am Anfang eingliedern kann, oder eben nicht. Es hängt mit dem Studium zusammen, ob ein interdisziplinäres Studium ist oder ein Monostudium. Je nachdem ist man mit immer den gleichen Leuten unterwegs, oder immer mit unterschiedlichen Leuten zusammen. Es ist irgendwann schwierig, immer wieder von vorne anzufangen und zu merken, dass viele Studenten keine Freunde brauchen. Diese Studenten sind alleine unterwegs. Gerade am Ende des Studiums beginnt man mit Praktika und so erzählt man sich wie toll und super dieses war. Da zählt derjenige mit einem mittelmässigen Praktikum weniger, als einer mit einem guten. Noten zählen in bestimmten Fällen auch. Dabei wird erzählt wie wenig man gelernt hat und welche gute Note man erhalten hat.
    Manchmal kann man deshalb die Studentenzeit nicht geniessen.
    Schön, dass du eine andere Erfahrung gemacht hast.

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