Einfacher leben.

Jeder hat Probleme, muss sich mit mehr oder weniger heftigen Schicksalsschlägen abfinden und verschiedene Schwierigkeiten in seinem Leben meistern. Damit, dass jeder eine Last zu tragen hat, stimmen die meisten wohl überein. Ob allerdings jeder Mensch mit gleich schwierigen Problemen umzugehen hat, lasse ich unkommentiert.

Es gibt leider kein einheitliches Konfliktlösungsbuch, mit dem man jegliche Probleme aus der Welt schaffen kann und wie man mit Schwierigkeiten umgeht ist wohl eine persönliche Angelegenheit. Allerdings gibt es sicherlich einige Strategien, die dabei helfen, das Leben im Allgmeinen leichter zu nehmen und einfacher zu begehen. In den letzten Wochen/Monaten habe ich eine Art Selbstexperiment durchgeführt, bei dem es darum ging sich darauf zu konzentrieren, entspannter zu werden. Dabei haben sich doch einige hilfreiche Tipps herauskristallisiert, die tatsächlich eine Wirkung zeigten.
1. Sport, Sport und Schweinehund überwinden

Bevor jetzt jemand glaubt ich sei eine dieser Sportskanonen, die von ihren Eltern schon mit 3 Jahren in einen Verein gezwungen wurde und jedes Wochenende Fahrradtouren durchstehen musste… Nein! Sport war für mich nie ein wirklich wichtiger Teil in meinem Leben. Man hat natürlich mal einige Sportarten ausprobiert und ein paar Jahre amateurhaft gespielt. Aber wirklich regelmäßig Sport treiben war für mich nichts.

Dachte ich.

Sport kann wirklich Stress abbauen. Gerade Joggen oder HIT-Workouts sind ungelogen die beste Möglichkeit um sich auszupowern. Und anstatt wie bei einem Spaziergang müde zu machen habe ich regelmäßiges Joggen eher als Kraftschub empfunden. Eine weitere Nebenwirkung war ein Dornröschen-ähnlicher Tiefschlaf. Ich denke, dass regelmäßiger Sport einfach hilft den angestauten Stress auszulassen und das funktionierte ganz ohne Olympialeistungen.
2. Ruhezeit

Die Einen nennen es Quality-Time oder Me-Time die Anderen nennen es Meditation. Tatsächlich reicht ein wenig Zeit ohne elektronische Geräte in Stille um nach einem stressigen Tag herunterzukommen und den vergangenen Tag zu reflektieren. Die Zeit eignet sich perfekt um die folgenden Tage zu planen und generell effektiver zu sein.
3. Ziele wegschieben

Wer wie ich bei Stressphasen die Situation viel zu ernst nimmt, sehr schnell Schlafprobleme bekommt und kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht sollte versuchen seine Ziele zu vergessen. Wer sich selbst in der Art stresst wird so oder so sein bestes tun und das sollte das einzige Ziel sein. Ausgeschlossen bei diesem Tipp sind natürlich diejenigen, die eher dazu neigen, faul zu sein. Beruhigungsmittel ob homöopathisch oder tatsächliche Medizin sollte man von Beginn an vergessen. Das bringt so gut wie nichts (mit ein wenig Glück hilft dies gegen die Symptome) und das eigentliche Problem wird nicht beseitigt.
4. Gesundheit!

Neben regelmäßigem Sport auf seine Gesundheit zu achten ist sowieso sinnvoll. Also warum das nicht auch in die tägliche Routine einbauen? Das fängt natürlich bei der Ernährung an. Bekomme ich jeden Tag die notwendigen Vitamine und Nährstoffe, die mein Körper benötigt um einwandfrei zu funktionieren? Möchte ich mich wirklich die ganze Woche von Fertigessen oder Junk Food ernähren oder reicht das auch einmal pro Woche? Das ist eine meiner Meinung nach ganz persönliche Entscheidung, die jeder für sich selbst zu treffen hat. Und ich finde wir sollten dabei mehr auf unsere eigene Ernährung achten als darauf den Lebensstil von anderen (ob Veganer oder leidenschaftlicher Fleischesser) zu kritisieren.

Fazit:

Das sind Kleinigkeiten, die mir persönlich beim Entspannen unglaublich geholfen haben. Wenn jemand noch weitere Vorschläge hat würde ich mich darüber sehr freuen.

18 Kommentare zu „Einfacher leben.

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  1. Hej,

    Du schreibst mir aus der Seele! Und dabei motivierst Du mich.
    Dafür erstmal DANKE.

    Ich selbst bin Kopfschmerz-/ Migräne-Patientin. Und durch den täglichen Stress nehmen diese mal zu und mal ab. Alle Ärzte raten mir immer Sport zu machen, aber der innere Schweinehund ist einfach irgendwie stärker…Du bringst mich jetzt aber wieder drauf, es doch zu tun.

    Was mir mein Neurologe empfahl mir außerdem zum Stressabbau Progressive Muskelentspannung. Damit habe ich nun angefangen – und ja man braucht zwar Geduld, aber es hilft. Das noch als Tipp.

    Gruß
    Ann

      1. Ja angenehm ist anders, aber es hat sich mit den Jahren ja schon gebessert…Heute kann ich ziemlich gut einschätzen, wann die nächste Attacke kommt…

        Danke für den Tipp…

  2. Mir hilft es immer sehr, die Dinge, die mich stressen (Klausuren etc.) zu relativieren – was würde passieren, wenn ich nicht bestehe? – Ich müsste nachschreiben. Was wäre daran dramatisch? – Nichts. Genauso mache ich es mit allen Uni-Sachen – meine Freunde starren mich manchmal nur entgeistert an, wenn ich sage, dass ich in der folgenden Nacht noch einen Essay schreiben muss, weil morgen Abgabe ist, und dabei ganz entspannt grinse..weil, wenn ich mich stresse, schreibt sich der Essay auch nicht von alleine 😉
    Generell empfinde ich die Aufgaben durch das Studium aber nicht als Problem, sondern bin glücklich über die Chance, meinen Traumberuf lernen zu können.
    Bei wirklichen Problemen (Tod oder Krankheit von Angehörigen) hilft bei mir Ablenkung, sodass ich möglichst wenig Zeit habe, darüber nachzudenken – ob das allerdings so gut ist, weiß ich nicht, aber bis jetzt funktioniert es und mir geht es damit noch am besten 🙂

  3. Ich habe bis vor kurzem auch jeden Arzt und Psychiater schief angeschaut und gedacht “ Du bist blöd“ wenn die Empfehlung kam Sport zu machen. Ich habe vor 6 Monaten angefangen 3-4mal die Woche eine Stunde spazieren zu gehen und mittlerweile gehe ich noch 3mal die Woche 1 Stunde schwimmen, es tut soooo gut 🙂 Auch meine Ernährung habe ich auf gesund umgestellt. Ich habe keine Ziele, doch neues Tattoo, aber sonst lass ich alles auf mich zukommen und geniesse meine Ruheoasen. Ich kann dir also in allem nur zustimmen 🙂

  4. Liebende weisheitlichen Lebens

    Der Unbegriff „Probleme“ ist ein Trick
    Ich mache Dir ein Problem das Du zu lösen versuchst
    Doch auf der Ebene des Ego gibt es keine vielmehr
    „Löst“ Du eines und erschaffst dabei gleich zwei drei neue
    Wie mit der „sauberen“ Atomkraft
    Ziehst Du an dem Knoten wird er fester oder Du verhederst Dich
    Wirst von der „Retterin“ zur „Täterin“
    Das arme „Opfer“ lacht
    Grinst
    Heimlich

    Der Begriff Aufgabe fühlt sich für mich ganz anders an
    Vor einigen Jahren kam mir ein sehr gefährliches Buch
    Durch einen Freund anempfohlen in die Hände

    „Ein Kurs in Wundern“

    Also für mich gibt es und für Dich auch das eine Buch

    „Jetzt“

    Oder eben was Dir das Schicksal zuführt..

    Vor zwei Wochen brachte mich der Notarzt blutüberströmt zum Nähen in die Klinik
    Ein Unfall bei der Gartenarbeit
    Streß ist Angst
    Immer
    Ich schaffe „es“ nicht oder zuwenig Zeit ist da
    Wie habe ich mit den übrigen 23 Stunden zugebracht ?
    Nun Sport baut ihn ab
    Doch wie gehe ich mit mir selbst um
    In wohlwollendem Lieben entsteht kein Streß
    Und wenn mich Jemand streßen will
    Sage ich angstfrei stopp
    Ich erledige die Aufgabe nach meinem inneren Wesen
    In Ruhe Würde und konzentrierter Gelassenheit

    Einst auf dem Sterbebett rückschauend
    Ist all das wichtige Getue bloß zum Lachen
    Lächeln schmunzeln angesichts dessen
    Was die Unendlichkeit birgt…

    dankend
    Dir Joachim von Herzen

  5. Da sind schon ganz viele Tipps dabei, die man dank Deinem Beitrag auch wieder mal beherzigen und überprüfen darf.
    Sport ist mittlerweile fast täglich auf meinem Programm…

  6. Sich selbst nicht immer so wichtig nehmen – ist ein Stressfaktor weniger. Das schließt die eigene Achtsamkeit und alles, was du benennst, nicht aus, aber wenn man akzeptiert, dass man nicht der Nabel der Welt ist und weder beschleunigen noch verhindern kann, was kommen soll, kann man sich auch ruhiger zurücklehnen.

    LG Anna-Lena

  7. Obwohl ich mich im Moment sehr ausgeglichen fühle und deshalb den Beitragstext nicht so intensiv gelesen habe, bin ich doch bei dem Beitrag hängen geblieben.
    Ich fand die gewählten Bilder einfach schön. Danke dafür.

  8. also ich habe die besten erfahrungen damit gemacht, bewegung in den tagesablauf einzubauen ohne dabei rekordjagd im blick zu haben. z. b. gehe ich manche strecken zu fuß anstatt bus oder u-bahn zu nehmen. oder ich steige treppen hoch und hinunter anstatt lift oder rolltreppe zu benutzen. ich stehe während des schreibens auch immer wieder mal auf, um einige übungen zu machen – übrigens meine ganz persönliche mischung aus gymnastik, yoga, tai chi und leichtem krafttraining. ich gebe natürlich gerne zu, dass mir diese methode eher leicht fällt, weil mir bewegung ganz allgemein spaß macht…

  9. Die Natur, Wald. Spazieren gehen, dem Vogelgezwitscher und dem Wind in den Bäumen zuhören, nachlauschen. Waldameisen, Rehe, Käfer … beobachten und in die grünen Wipfel schauen: Nichts entspannt mich mehr!

  10. Dein Beitrag spricht mir also direkt aus der Seele! Ich lenke mich ab, treffe mich mit Freunden, schaue Filme… tue also das, was mir gut tut. Ich gehe auch joggen (nicht viel, aber immerhin) & mache Radtouren, das befreit den Kopf. Außerdem bastle ich viel, manchmal hab ich eine kreative Phase & bin zwei Stunden intensiv beschäftigt. Eigentlich ganz gut… nur meinen „Handykonsum“ sollte ich mal in Angriff nehmen! Dein Post hat mich gerade motiviert mein Telefon öfter mal bei Seite zu legen… 😉 Danke! ❤

  11. Auf meiner Stress-Abbau-Liste steht auf jeden Fall noch Kreativität! Am besten Schreiben, egal ob über die aktuellen Probleme oder irgendetwas Phantastisches… und auch wenn man sich beim ersten Mal ein wenig wie ein Kind fühlt (was durchaus positiv sein kann), ist Mandala malen auch ein wunderbares Entspannungsmittel. Tee, Flauschdecke, ein paar Buntstifte und die Entspannung kann beginnen!

    Danke für die wunderbaren Tipps, liebste Grüße,
    Zimtkuchen

  12. HI! 🙂 Da Du nach Vorschlägen gefragt hast… kann ich Dir sehr die (Hör-)Bücher von Eckhart Tolle empfehlen. Mir haben sie unendlich geholfen für den Alltag und für das Leben an sich. Übrigens, Dein Schreibstil erinnert mich irgendwie an meinen. 🙂 Alles Gute für Dich und viele Grüße vom Projekt Beziehung

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