20 Dinge, die ich in 20 Jahren gelernt habe.

In den vergangenen Wochen hat man auf YouTube immer mal wieder Videos gesehen, in denen Menschen die Dinge vorstellen, die sie in ihrem bisherigen Leben gelernt haben. Das meist verbunden mit Tipps und Tricks. Diese Videos finde ich meist sehr inspirierend, vor allem weil gerade vielen jüngeren Youtubern dabei tatsächlich Einiges einfällt. Auch ich wollte mir mal ein wenig Zeit nehmen um darüber nachzudenken, was ich zu diesem Thema zu sagen habe.

1. Richtig ist das, was ICH für richtig halte.

Nur weil mir Freunde sagen, dass bestimmte Kleidungsstücke nicht gut aussehen, muss das nicht wahr sein. So liegt doch die Schönheit im Auge des Betrachters. Nur weil jemand findet, dass es falsch ist homosexuell zu sein, muss das nicht der Wahrheit entsprechen. Nur weil man es jahrelang für richtig gehalten hat, dass Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben oder Religionen nicht gleich bedeutend sind, ist das nicht wirklich richtig.

2. Älter werden bedeutet nicht erwachsen werden.

Man wird nicht volljährig und hat plötzlich die Weisheit mit Löffeln gefressen. Erwachsen sein bedeutet erwachsen handeln. Man muss sich jeden Tag überwinden, um bestimmte Entscheidungen zu treffen, man muss sich trauen Fragen zu stellen, weil man für sich selbst verantwortlich ist. Und vor allem muss man das erkennen.

3. Nichts ist schlechter als Perfektionismus.

Einfach einmal zufrieden sein ist wichtig. Glücklich sein bedeutet nicht alles zu besitzen, sondern mit dem eigenen Besitz zufrieden sein. Die eigene Einstellung und Dankbarkeit kann glücklich machen.

4. Vergiss die Vergleiche!

Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich mich sehr stark mit meinen Freunden verglichen habe. Warum hat Lisa so teure Kleider und ich nicht? Warum schreibt Anna so gute Noten ohne zu lernen? Warum darf Naomi ein Haustier haben und ich nicht? … So etwas ist nicht nur für alle sehr anstrengend sondern auch leider unglaublich belastend.

5. Schuldzuweisungen sind irrelevant.

Egal was andere Menschen sagen, das Vergangene ist nicht unbedingt geschehen, weil du wolltest , dass es passiert. Es war ein Fehler, eine Unaufmerksamkeit, aber war es auch die eigene Schuld? Vieles passiert einfach, weil es der falsche Zeitpunkt ist oder weil es schwer zu vermeiden war.

6. Lästern und Beleidigungen sind Gift.

Wer hat schon einmal gehört, dass bei jedem Streit ein Teil der Gefühle für einen Menschen absterben? Jede Beleidigung, jede verletzende Aussage kann einen Mensch nachhaltig beeinträchtigen und Schwächen.

7. Es ist schwer auf sich selbst zu hören, aber sehr schön.

Nicht immer weiß man direkt, was man mit dem eigenen Leben bezwecken will und wie man die eigene Zeit verbringen möchte, aber wenn man es dann herausfindet, kann es umso wertvoller sein.

8. Alles braucht Zeit.

Wie schön wäre es, wenn sich alle Probleme lösen würden? Wenn jeder Streit beendet, jede Freundschaft gemacht, alles Geld verdient wäre? Wäre das nicht beruhigend? So läuft das leider nicht und das warten erfordert Geduld.

9. Träume sind wichtig.

WEnn man schon alles besitzen würde wäre das unglaublich langweilig. Wenn man kein Ziel hätte wäre man schon fast tot. Also ist es doch irgendwie gut, noch nicht alles zu haben.

10. Freundschaft.

Freunde sind wichtig. Aber achte eher auf Qualität statt Quantität.

11. Gefühle sind nicht da um unterdrückt zu werden.

Jeder kennt Hass, Wut und Trauer. Jeder muss da durch – irgendwie. Es ist für jeden gleich schwer und es macht uns zu dem, der wir sind.

12. Bringe deine Mitmenschen dazu sich so zu fühlen, wie du dich fühlen möchtest.

13. Wenn es schwer ist, werde stärker.

Meckern bringt dich nicht weiter also arbeite an dir selbst.

14. Niemand anders kann dich zu dem Menschen machen, der du sein willst.

Nur du hast die Möglichkeit, der zu werden, der du werden willst. Sei wer du sein willst, ohne jemand Anderem die Entscheidung zu überlassen.

15. Verbringe so viel Zeit wie du kannst mit den Menschen, die du liebst!

Niemand wird ewig in deinem Leben bleiben also nutze die Zeit.

16. Bauchgefühl.

Wichtiger als Verstand, bedeutender als ein Ruf, wertvoller als Geld.

17. Das Leben ist nicht fair.

Niemals wird jeder die selben Chancen haben. Aber jeder hat die Chance sein Leben in einem bestimmten Rahmen zu verbessern.

18. Eine Laune ist nicht das Ende.

Nur weil man sich gerade schlecht fühlt, wird man sich nicht für immer schlecht fühlen. Es wird besser. 

19. Du hast kein Recht über Andere zu bestimmen.

Keine depressive Stimmung gibt dir das Recht andere Menschen dazu zu bringen, sich schlecht oder wertlos zu fühlen. Lasse deine Gefühle nicht an anderen Menschen aus. Nichts wirst du mehr bereuen.

20. Sei die beste Version deiner selbst.

Sei so positiv wie du sein kannst, so freundlich, aktiv, hilfsbereit und stark wie es für dich im Moment möglich ist. Arbeite jeden Tag ein bisschen an dir selbst. 

17 Kommentare zu „20 Dinge, die ich in 20 Jahren gelernt habe.

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  1. Liebe Sophie,
    manch Einer oder Eine hat Deine früh erworbenen Erkenntnisse bis ins hohe Alter nicht erfahren gelernt. Ich wünsche dir weiterhin viel Spass beim Augenaufhalten und erfolgreichen Umsetzen Deiner Beobachtungen für Deine Persönlichkeit.
    Weiter so!!!

  2. Gefällt mir und freut mich, das lesen zu dürfen. Das ist menschlich und es ist – reif.

    Das mit dem „Vergleichen“ kann etwas erhellt werden: Anfangs lernt der Mensch Regeln anhand des gleichen und wiederholbarem Ergebnis: Ein Ei geht kaputt wenn es auf den Boden fällt – wirklich? So manches Kind möchte das ganz genau wissen – und wirft so viele Eier auf den Boden, wie gerade verfügbar sind. Eins nach dem anderem. Bestätigte Regeln sind gute Regeln.

    Anfangs werden Unterschiede nicht beachtet. Später dann werden sie hinterfragt, sie rücken in den Fokus und sie beunruhigen – denn sie scheinen ohne Regeln zu funkionieren. Irgendwann erkennt man dann doch Regeln, solche wie: Unterschiede gibt es eben.

    Das ist nicht ganz zufriedenstellend und so manchen treibt dann die Angst an, nicht genug abzubekommen.

    Gefühle sind da und das ist gut. Damit umgehen können ist das, was wir dazu beitragen können. Um es kurz zu machen: Negative Gefühle bilden sich aus Aufgestautem oder Niedergeknüppeltem aus Druck und Gegendruck. Die Dinge, die einen bewegen, ausdrücken zu können oder dias Ventil zu finden. Es gibt tausende Möglichkeiten – vielleicht für jeden seine eigene.

    Übrigens kann das Bauchgefühl durch solche Eindrücke in die Irre geführt werden. Man kann es aber trainieren.

  3. Gut gemacht!
    … eine kleine Wertschätzung von mir – Menschen in ihrem Wert zu schätzen….

    An die Leser die hier angekommen sind:
    Diese zeitlosen, wertvollen 20 Dinge am besten Ausdrucken und in Augenhöhe befestigen.

    Gruß

      1. … mission done. 🙂
        Toll wäre es, wenn dies nun jeder „nach“Leser genauso empfindet und versteht.
        Ganz lieben Gruß, selbstverständlich auch an alle Leser.

  4. Vielen lieben Dank für diesen schönen Post. Den kann man nur empfehlen zu lesen. 🙂 Wie bist du auf diese 20 Punkte gekommen? LG Fee

  5. Sehr schöner blogpost liebe Sophie 🙂 es gefällt mir sehr wie reflektiert du auf das Leben schauen kannst, ohne dabei den Oberlehrer auf deinem Blog zu spielen. Ein spagat, der mir immer sehr schwer fällt 🙂 Folge dir sehr gerne!

  6. So viele Wahrheiten…besonders Punkt 12 gefällt mir und kenne ich leider zu gut. Beziehungsweise kenne ich leider genau das Gegenteil, denn ein Kumpel von mir ist der Meinung er müsse dem anderen zeigen, was derjenige falsch gemacht hat, indem er genauso handelt. Aber was bringt es denn, jemanden genauso schlecht fühlen zu lassen, wie man sich selber dabei gefühlt hat? Und das in gewisser Weise ja dann mit Absicht…
    Auf jeden Fall sehr interessanter Eintrag, könnte mir vorstellen, auch mal sowas zu machen 😀

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