Einfach leben – #wenigertutgut

Vor einiger Zeit bin ich auf das junge ökologische Magazin „Ö“ aufmerksam gemacht worden. Dieses hat neben verschiedenen tollen Artikeln über bewusstes Leben eine tolle Aktion ins Leben gerufen. Die Aktion heißt „weniger tut gut“! Der Hintergrund: Ideen sammeln, wie man im Alltag auf übermäßigen Konsum verzichten kann, ohne sich jedoch eingeschränkt zu fühlen. Und auch ich bin gerade dabei mein Leben zumindest in einem ersten Schritt ein wenig umzukrämpeln, weshalb ich gerne meine Ideen zur Aktion mit euch teilen möchte. Außerdem sind die Ideen, die ich bisher gelesen habe einfach zu kreativ und wichtig, um sie zu ignorieren.

Nun habe auch ich mir die Fragen gestellt: Auf was kann ich verzichten? Und gibt es einfache Möglichkeiten mit weniger zu leben? Grundsätzlich sind mir 4 Ideen eingefallen, wie man ganz einfach ein bisschen minimalistischer leben kann.

IMG_03601. Aussortieren

Dieser Punkt ist wohl offensichtlich. Jeder Mensch hat doch mindestens 10 Teile im Kleiderschrank, die ein Fehlkauf oder Geschenk waren und einfach nicht getragen werden. In meinem Fall sogar (bei knallhartem Ausmisten) 35 Teile! Die kann man dann danach ordnen, was man spenden oder noch weiterverkaufen oder verschenken kann. 15 Teile habe ich dann zum Roten Kreuz in die Kleidersammlung gebracht, bei der zufällig eine meiner Freundinnen freiwillig arbeitet. Die haben sich über einige Teile sehr gefreut.

Wer nicht weiß, wie er mit dem Aussortieren anfangen soll, kann sich dafür auch ein wenig mehr Zeit nehmen und eine besondere Strategie anwenden. Zum Beispiel über den Zeitraum von 2 Monaten ein kleines Schild an die Teile hängen, die man tatsächlich benutzt. Alles was nach Ablauf der Zeit kein Schild hat, kann dann weg.

Der nächste Schritt wäre der Verkauf der restlichen Dinge. Einige Möglichkeiten das zu tun sind: Ebay, Flohmärkte, Shpock oder Kleiderkreisel. Auf Kleiderkreisel habe ich bisher 10 Teile verkaufen können, was denke ich eine ganz gute Bilanz ist.

2. Sparen

Was sparen bedeutet, weiß sicherlich Jeder, der in der Lage ist, diesen Text zu lesen. Aber neue Ideen, die ihr vielleicht einfach nicht im Kopf hattet, möchte ich euch doch geben. Wie wäre es zum Beispiel damit einfach mal den Fernseher mehrere Wochen ausgeschaltet zu lassen und das Licht auszuschalten, wenn es nicht unbedingt notwendig ist? So spart man nicht nur Strom, sondern auch ein wenig aus dem eigenen Geldbeutel.

Eine weitere Idee wäre es selbst zu kochen. Aber nicht starr nach einem komplizierten Rezept, sondern ein selbstkreirrtes Rezept mit den Lebensmitteln, die gerade noch im Kühlschrank sind. Wäre doch viel zu schade, die einfach wegzuwerfen.

Der nächste Tipp geht wohl hauptsächlich an die weiblichen Leser. AUFBRAUCHEN. Jeder muss sicherlich ein bisschen herumprobieren um die perfekten Produkte für die eigene Haut, Haare oder bestimmte Kosmetik zu finden, die einem am besten gefällt. Und es ist ja auch gut, ein bisschen auszuprobieren allerdings liegen die Überreste dieser Versuche dann häufig über Jahre im Schrank und haben keinen weiteren Sinn als Staub zu fangen. Warum dann nicht einfach die Zähne zusammenbeißen und solange keine neuen Artikel mehr zu kaufen, bis diese Produkte aufgebraucht sind?

image43. Verzichten

Dieser Punkt ist wahrscheinlich derjenige, der am Schwierigsten umzusetzen ist, da wir doch häufig von vielen Angeboten oder einfach gutem Marketing angezogen werden. Und auch wenn man weiß, dass solche Fallen beim Einkauf an jeder Ecke lauern, wird man immer wieder einmal schwach. Die Wahrscheinlichkeit unnötige Dinge zu kaufen, kann man jedoch deutlich mindern, indem man sich vor dem Einkauf eine Einkaufsliste schreibt, mit nur den Dingen, die man gerade braucht. Dann ist es an einem selbst, ob man diese Liste einhält.

Ein weiterer Weg zu verzichten ist der, Bus, Bahn oder mal das Fahrrad zu nehmen anstatt faul das Auto zu benutzen. Oder mal die Reise zur Bücherei anzutreten, anstatt sich jedes Buch zu kaufen. Außerdem wie wäre es nicht an Frei- und Samstagen einzukaufen, wenn die Läden sowieso vollgestopft sind?

4. Kreativ sein

Tauschen, Leihen und Reparieren! Habt ihr noch nie gemacht? Wieso eigentlich? Fragt doch mal eure beste Freundin, ob sie ihren Schal nicht gegen eure Schuhe tauschen möchte. So spart man nicht nur Geld, sondern hat auch immer mal ein „neues“ Teil im Kleiderschrank.

Oder wie wäre es mit der Taktik immer nur dann ein neues Teil zu kaufen, wenn man ein Altes verkauft hat? Und man behält eben nur die Dinge, die einen selbst glücklich machen. Auch eine Idee: sich die Dinge selbst machen, ob einen Garten anlegen oder einige Kleidungsstücke selbst nähen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Vorteile

Was habe ich jetzt davon mit weniger zu leben? Nicht nur der etwas schwerere Geldbeutel ist hier ein Vorteil. Was ich bei meinem Selbstversuch gemerkt habe ist, dass man viel stolzer auf die Dinge ist, die man noch besitzt. Zudem räumt man nicht nur den Kleiderschrank auf, sondern auch das eigene Leben und lebt irgendwie bewusster. Und ist es nicht toll der alten verkauften Schreibmaschine ein zweites Leben zu geben? Minimalismus ist einfach ein gesunderer, bewusster Lebensstil mit viel Bewegung, mehr Platz und weniger aufräumen. 

Falls ihr jetzt Lust habt mal selbst bei dem Magazin vorbeizuschauen, hier ein paar Links: 

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9 Kommentare zu „Einfach leben – #wenigertutgut

Gib deinen ab

  1. Sehr guter Beitrag! Gerade in unserem Alter sind ja viele sehr anfällig für Marketing-Strategien der großen Konzerne (wie würden die sich sonst halten, ne ^^). Ich bin definitiv kein Minimalist, was viele Dinge angeht, die ich gerne habe, z.B. Bücher, aber man kann das total gut anpassen. Ich brauche sehr wenig Schuhe und Accessoires z.B. und da man als junger Mensch/Student ja eh nie wirklich Geld im Überfluss hat, habe ich auch schon total viel sparen können. Ich hab auch schon Parfum/Kosmetika verschenkt, da ich nur noch tierversuchsfreie Sachen kaufen möchte, statt sie zwingend aufzubrauchen oder dann wegzuwerfen. Jemand Anderes freut sich immer darüber!
    Liebe Grüße 🙂

  2. Hallöchen… Vor einigen Jahren hab ich simplify your life gelesen uns sortiere seither sehr oft und viel aus. Einige Jahre habe ich die Sachen immer an die gleichen verschenkt. Nur wurde es dann als selbstverständlich angesehen. Es waren meist gute wertvolle Kleidung. Dann habe ich mir einen Abnehmerkreis aufgebaut, bei denen auch was zurück kommt. Es geht mir nicht um Geld sondern um Wertschätzung. Vor kurzem habe ich begonnen Sachen im Netz zu verkaufen. Parallel dazu habe ich hier um Umkreis gemeinnützige Einrichtungen gefunden, bei denen ich viele Sachen abgebe und spende. Ich gebe Dir so recht, es ist befreiend! Und Quantität ersetze ich nun durch Qualität.

  3. Da ich in dem Bereich mein Fachthema schreiben will, ist das ein guter Tipp. Es ist nicht nur das Verzichten, sondern auch das bewusstere Einkaufen, das im Alltag einfließe sollte.

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